Dresden: 70 Jahre danach – die überlebende Sabine Ball

Vor 70 Jahren brach das Inferno über Dresden herein:

Eine, die es auch überlebt hat, war die spätere „Mutter Theresa“ von Dresden: Sabine Ball (* 9. September 1925 in Königsberg (Preußen); † 7. Juli 2009 in Dresden):

Sabine stammte aus einer wohlhabenden Familie in Königsberg. Sie floh am Kriegsende über den Landweg nach Dresden. Ihre Eltern wollten es von Danzig mit der „Wilhelm Gustloff“ versuchen: die Gustloff versank jedoch nach einem U-Boot Angriff der Sowjets am 30.01.1945 mit möglicherweise mehr als 9.000 Menschen in der eisigen Ostsee. Dresden versank 14 Tage später (13.-15.02.1945) mit bis zu 25.000 Toten in der Feuerflut der Alliierten.

Eltern und Tochter überlebten beide (die Eltern weil sie keinen Platz mehr auf der Fähre bekamen); beide Seiten dachten jedoch von der anderen, dass sie umgekommen seien … – in Berlin gab es ein unerwartetes Wiedersehen!

Frau Ball kam in die High-Society in die USA; später kaufte sie in der Nähe von Mendocino ein Grundstück, um dort mit Hippies und Drogenabhängigen zu leben. Nach Ihrer „Bekehrung“ 1971 nannte sie den Ort „The Lord’s Land„. Über viele Jahre hinweg war sie dort karitativ für Jugendliche und gleichzeitig evangelistisch unter den jungen Menschen tätig (vgl.: http://www.visitmendocino.com/lords-land; http://www.newstracts.org/thelord%27sland.html). Meine Frau und ich hatten im Herbst 1993 die Gelegenheit dort ein unvergessliches Wochenende zu verbingen. Der Preis? „Whatever you can afford“!

1992 kehrte Sabine Ball nach Dresden zurück um den Stoffwechsel für Straßenkinder in Dresden-Neustadt aufzubauen (heute: Stoffwechsel e.V.: http://www.stoffwechsel.com)

  • Bildnachweis. Richard Peter sen.: Blick vom Rathausturm nach Süden, 1945
    Foto: SLUB/Deutsche Fotothek, Dresden
  • Quelle: http://www.stmd.de/vorschau
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