Papst Franziskus‘ Gebetsaufruf

Ron Kubsch hat dankenswerter Weise auf diese Videobotschaft des Papstes für Januar 2016 verwiesen. Inwiefern die darin vorkommenden Gedanken mit den bisherigen Auffassungen der r.-k. Kiche zusammenpassen ist schwer nachvollziehbar. Mit der biblischen Offenbarung haben sie sicher nichts zu tun …

Verschiedene Religionen, der Buddhismus, das Judentum, der Islam und das Christentum, werden in dem Gebetsaufruf nebeneinander gestellt. Viele Menschen dächten und fühlten anders, suchten und fänden Gott auf unterschiedliche Weise. Bei aller religiösen Vielfalt sei jedoch eines klar: „Wir alle sind Kinder Gottes!“, so Papst Franziskus in seiner Botschaft.

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Ein Gedanke zu “Papst Franziskus‘ Gebetsaufruf

  1. B. Schwarz merkte dazu in FB an:

    „(…) Wahre Gotteserkenntnis im Menschen gelingt immer nur durch Offenbarung(-Zeugnisse) Gottes, die Gott selbst „verkündigen“, die jedoch nie einfach so durch Einsichten oder Erfahrungen der Vernunft, des Gefühls, der Gesinnung oder der inneren Erlebnisse von Menschen erschlossen werden ( = gegen die Varianten der immer wieder kursierenden „Natürlichen Theologie(n)“, die ich für prinzipielle Fehl- und Irrwege in der Gotteserkenntnis ansehe).

    (…) Der Papst bleibt letztlich bei den Grundideen, die schon im 2. Vatikanum im Abschnitt „Lumen gentium“ ausgeführt wurden. Ich vermute deshalb in seinen Äußerungen keinen (!) Vorstoß in Richtung eines ernst gemeinten „Synkretismus“ einer Religionsvermischung als Ziel, sondern vielmehr schlau-kluge, jesuitisch-strategische Wortspiele im Sinne der aktualisierten Deutung des Lumen gentium-Gedankens, um beispielsweise den römischen Katholizismus weltweit angesichts der Kritiken gegen ihn „gegenwartstauglich“ und „attraktiv“ zu halten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Wir sollten nicht zu viel in etwas hineinprojizieren, was „jesuitisch-klug“ andere Ziele verfolgt bzw. verfolgen könnte.“

    Dem kann ich mich anschließen. Im Katechismus der katholischen Kirche (KKK) ist ja auch, z.B. gegenüber den Muslimen, die Rede von der „Heilsabsicht“. Also durch den Dienst der kath. Kirche werden nicht nur die „getrennten Brüder“ (Protestanten) gesegnet, sondern die Absicht geht darüber hinaus. Damit bleibt der KKK hinter dem aktuellen Video vom Papst zurück, das feststellt, dass wir alle schon „Kinder Gottes“ sind … – insofern ist das nach m.E. schon eine Ausweitung, die der Papst da vornahm. Auch wenn Berthold Schwarz Recht haben mag, dass es mehr ein geschickter Medienschachzug war, als eine ex-cathedra-„Forstchreibung“ des Absatzes über die Muslime (u.a.).

    Aus dem KKK § 841: Die Beziehungen der Kirche zu den Muslimen:
    „Die Heilsabsicht umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Festhalten am Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einzigen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird“ (LG 16)1.
    (http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P2E.HTM)

    In der Einleitung, im Hinblick auf die Gültigkeit des KKK:
    „Der ,,Katechismus der katholischen Kirche“, den ich am 25. Juni 1992 approbiert habe und dessen Veröffentlichung ich kraft meines apostolischen Amtes heute anordne, ist eine Darlegung des Glaubens der Kirche und der katholischen Lehre, wie sie von der Heiligen Schrift, der apostolischen Überlieferung und vom Lehramt der Kirche bezeugt oder erleuchtet wird. Ich erkenne ihn als gültiges und legitimes Werkzeug im Dienst der kirchlichen Gemeinschaft an, ferner als sichere Norm für die Lehre des Glaubens.“ (http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P5.HTM)

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