Rhein. Kirche sagt Ja zur ‚Homo-Ehe‘

Der nachfolgende Bericht stammt aus idea-spektrum vom 15.01.2016:

Wohlgemerkt: „Segnungen“ gab es schon vorher! Hier geht es nun um eine „echte Trauung“ … – Diese „Amtshandlung“ wird jetzt zwar im Gegensatz zum katholischen Verständnis als „Sakrament“ evangelischerseit als nebensächlich dargestellt:

  • „Während die Trauung dort ein Sakrament sei, sei sie in der evangelischen Kirche eine Segnung anlässlich der standesamtlichen Eheschließung.“

Ob man es aber so gelassen nehmen kann, wie es angeblich die katholischen Kollegen tun, muss vor dem Hintegrund des fehlenden biblischen Bezugs doch sehr in Frage gestellt werden. Oder ist diese Frage in der Rheinischen Kirche / EKD vielleicht gar nicht mehr relevant?

Hier der volle Bericht in idea:

Bad Neuenahr (idea) – Gleichgeschlechtliche Partner können sich in der Evangelischen Kirche im Rheinland künftig trauen lassen. Das hat die Synode mit großer Mehrheit am 15. Januar in Bad Neuenahr beschlossen. Damit sind homosexuelle Partnerschaften mit der Ehe gleichgestellt. Bislang war nur eine Segnung möglich, die nicht als Amtshandlung galt. Ferner ist ein Eintrag in das Kirchenbuch der Gemeinde auch rückwirkend möglich. Homosexuelle Partner, die sich in der Vergangenheit segnen ließen, dürfen diese Segnung also nachträglich als Amtshandlung festschreiben lassen. Pfarrer können die Trauung gleichgeschlechtlicher Partner aus Gewissensgründen aber ablehnen. Dann ist es die Aufgabe des Superintendenten, dafür zu sorgen, dass die Trauung in einer anderen Kirchengemeinde stattfindet. Mit diesen Regelungen will die Synode dem unterschiedlichen Bibelverständnis zum Thema Homosexualität Rechnung tragen. So hatten einige Landessynodale zum Ausdruck gebracht, dass sie die Trauung von gleichgeschlechtlichen Partnern für unvereinbar mit der Bibel halten.

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Ökumene-Leiterin erwartet keine Konflikte mit der katholischen Kirche
Die Leiterin der Ökumene-Abteilung, Oberkirchenrätin Barbara Rudolph (Düsseldorf), erwartet vor dem Hintergrund des Beschlusses keine ökumenischen Konflikte. So habe die katholische Kirche ein völlig anderes Trauverständnis. Während die Trauung dort ein Sakrament sei, sei sie in der evangelischen Kirche eine Segnung anlässlich der standesamtlichen Eheschließung. Gespräche mit leitenden katholischen Geistlichen hätten ergeben, dass die Entscheidung dort mit Gelassenheit entgegengenommen werde, so Rudolph vor Journalisten.

Kritik kommt von der Evangelischen Sammlung im Rheinland
Kritik hatte bereits im Vorfeld der Synode unter anderem der Vorsitzende der theologisch konservativen Evangelischen Sammlung im Rheinland, Pfarrer Wolfgang Sickinger (Mülheim an der Ruhr), geäußert. Mit einem solchen Beschluss werde deutlich, dass die Bibel in wesentlichen Teilen in der rheinischen Kirche keinerlei Bedeutung mehr besitze. Die Aussagen der Propheten und Apostel im Alten wie im Neuen Testament zu Ehe und Sexualität würden so für unerheblich erklärt, „weil die Evangelische Kirche im Rheinland meint, es besser zu wissen“. Sie würde damit ihre eigene Grundordnung missachten, nach der die Heilige Schrift alleinige Quelle und Richtschnur des Glaubens, der Lehre und des Lebens ist. Ferner hatte der Vorstand des Lutherischen Konvents im Rheinland die Synodalen aufgerufen, den Antrag abzulehnen.

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