Münchner Symposium

Bild: https://demofueralle.blog

Ergänzung 15.03.2019 (pers. Bericht K. Giebel, München)

 

Hier nun, wie angekündigt, eine Zusammenfassung des Münchner Symposium »Elternrecht versus Staat: Wohin führen „Kinderrechte“ im Grundgesetz?« von ‚Demo für alle‘ mit einer kleinen Presseschau und den bisher veröffentlichten Videos der Vorträge vom 23.02.2019.
Mittlerweile weiß man auch um den Veranstaltungsort: die alte Wappenhalle auf dem Messegelände im Münchner Osten.

Auch wenn im Blog von Klaus Kelle ein ‚g‘ gefehlt hat, war seine nächtliche Feststellung auf der Kirchtruderinger Straße in München – für einen westfälischen Konservativen – erfrischend spritzig: Die Linken sind auch nicht mehr das, was sie mal waren”

„Wir stehen draußen, sieben weiße konservative und katholische Männer, zwei ein wenig älter, fünf jung, und alle in super Stimmung. Ab und zu kommt ein Auto vorbei, die Ampel vor dem Wirtshaus wechselt von Rot auf Grün und wieder auf Rot. Wir tringen einen vorzüglichen Grappa auf Chardonnay-Basis und rauchen Zigarillos aus Italien. “Die hat auch Garibaldi geraucht”, erklärt einer, der aus Italien stammt. Für die, die sich nicht so auskennen: Giuseppe Garibaldi war ein italienischer Guerillakämpfer im 19. Jahrhundert.

Wir alle waren den ganzen Tag bei einer Veranstaltung, bei der es um die Pläne der großen Koalition unterstützt von Linken und Grünen ging, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. Ganz ehrlich, diese Pläne sind kompletter Schwachsinn, denn alle Grundrechte gelten für alle Menschen hierzulande – und Kinder sind Menschen, was man heutzutage leider noch mal extra erwähnen muss. Alle Grundrechte, die Würde, alles, was dort steht, sind Rechte, die natürlich auch Kindern garantiert werden. (…)

Doch darum geht es nicht an dieser Ampelkreuzung vor einem Wirtshaus in München. Es geht um die jämmerlichen Proteste der linken Szene gegen Beverfoerdes Veranstaltung. In Wiesbaden und Stuttgart waren deutlich mehr Gegendemonstranten, erzählt man. Und parallel zu der Veranstaltung in München findet irgendwo ein AfD-Landesparteitag statt, was die linke Szene überfordert, denn sie haben nicht genug Aktivisten, um zeitgleich bei zwei Veranstaltungen zu demonstieren. Das ist schlecht fürs Geschäft. Und überhaupt:  intellektuell hätten  die linken Aktivisten nichts mehr drauf. Regebogenfähnchen schwenken und dann heim zu Mutti. Ganz ehrlich: die Handvoll Gegendemonstranten tun den Gloreichen Sieben an der Kirchtruderiner Straße ehrlich leid.

Die Linken sind auch nicht mehr das, was sie mal waren”, philosophiert einer. (…) “Die Linken haben keine Ahnung, wie viel Spaß wir Rechtspopulisten  haben”, behauptet einer. Und ein anderer ergänzt: “Die sind doch alle freudlos…” .“

Bild: https://denken-erwuenscht.com/

Das Klaus Kelle noch beflissen hinzufügen musste, dass die sieben weißen Männer nicht irgendwelche „angry white men“ sondern alles ‚katholische Männer‘ gewesen sind, kann man verkraften und muss es seinem sprichwörtlich westfälischen Sturkopf zuschreiben … – ich habe ähnlich dickköpfig seinen Satz zur kath. Messe gleich mal gelöscht (…) – und streite mit Klaus K. auf FB weiter über Evangelium und Zölibat!

Aber innerweltlich, z.B. in der Frage, ob ‚Kinderrechte‘ ins GG gehören, arbeiten katholische Westfalen und bayrische Evangelikale – wenn auch auf gesellschaftlich hoffnungsloser Position – in großer Einmütigkeit zusammen:

  • sozusagen eine Art ‚Schicksalsgemeinschaft

Prof. Dr. Jörg Benedict:
»Der Schutz der Kinder ist durch das Grundgesetz hinreichend vorhanden. Es besteht keine Schutzlücke.«

Tagespost:
„In dem Vorhaben der Bundesregierung sollen vielmehr Eltern und Kinder künftig als separate Rechtssubjekte aufgefasst und der Begriff der Familie als einer Einheit aufgehoben werden, wie es Karl Marx im Kommunistischen Manifest von 1848 forderte. Dreh- und Angelpunkt heute ist dabei der Begriff „Kindeswohl“, denn mit dem Argument des Kindeswohls können der Staat und seine Behörden Besuchszeiten einzelner Elternteile festlegen, die Zuordnung des Kindes zu einem Elternteil veranlassen, aber auch Kinder von ihren Eltern trennen. Entscheidend für das Kindeswohl ist jedoch eine über Jahre durchgehende Kontinuität liebevoller Fürsorge, wie sie staatliche Inobhutnahme nicht garantieren kann.“

Podiumsdiskussion mit Klaus Kelle:
»Elternverantwortung heute – Lust oder Last?«

https://www.youtube.com/watch?v=3lonJlwuI2s

Vortrag Prof. Dr. Thomas Stark:
»Unverhandelbar. Warum das Elternrecht ein Naturrecht ist«

https://www.youtube.com/watch?v=cY-ksU3l5MY

Quellen: