In „Evangelikalien“ ist ein ernsthafter Glaubenskampf im Gange …

In zentralen ethischen / theologischen Fragen ist ein „geistl. Kampf“ im Gang, der an den Fundamenten des historischen Protestantismus rüttelt. Anstatt Ihre „Flucht aus Evangelikalien“ fortzusetzen, haben einflussreiche „Post-Evangelikale“ offensichtlich vor, mit ihrer theologisch-liberalen Position die Eroberung „Evangelikaliens“ abzuschließen und in ihrem Sinn neu zu definieren. In aller Regel entdecken Sie ein ums andere Mal die „Schrecklichkeit“ des evangelikalen Mainstreams aus dem sie einst entstammten und behaupten nunmehr theol. Positionen, bzgl. zentraler Lehren (Jesus, Kreuz und Bibel), die sie – gem. den bisherigen Positionen „der“ Evangelikalen – klar außerhalb dieses Lagers verorten würden …

Es geht dabei nicht mehr um wichtige, aber zweitrangige Fragen in denen evangelikale Christen ’schon immer‘ verschiedene Meinungen hatten – nicht mal ’nur‘ um die Frage der kirchlichen Trauuung, bzw. allg. Anerkennung ‚homosexueller Partnerschaften‘, sondern (in engem Zusammenhang damit) um die Frage des Kreuzes und der Person Jesu und der Bibel als ‚Gottes Wort‘.

Es geht also um first-class Themen, die das protestantische Christentum im Kern definieren:

Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die Verderben bringende Parteiungen heimlich einführen werden, indem sie auch den Gebieter, der sie erkauft hat, verleugnen. Die ziehen sich selbst schnelles Verderben zu. 2 Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen, um derentwillen der Weg der Wahrheit verlästert werden wird.  — 2Petrus 2,1-2

Vgl. auch die empfehlenswerten Artikel im Blog von Markus Till:

Post-Evangelikale
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