Thomas Jeising: „Biblische Sexualethik bleibt wegweisend! Ein Beitrag zu Martin Grabes Beziehungsdrama in Sachen Homosexualität“

Veröffentlicht am 12. November 2020 aus Bibel und Gemeinde 120, Band 4 (2020), Seite 27-3
https://bibelbund.de/2020/11/biblische-sexualethik-bleibt-wegweisend-ein-beitrag-zu-martin-grabes-beziehungsdrama-in-sachen-homosexualitaet/

Die Diskussion um das Buch von Martin Grabe „Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama“ zeigt, wie selbstverständlich es geworden ist, mit seiner eigenen Biografie und unbelegten Meinungen zu argumentieren. Dabei wird allerdings eine biblisch begründete Sexualethik grundsätzlich in Zweifel gezogen. Das aber ist nicht notwendig. Der Christ kann der Bibel treu und barmherzig in der Seelsorge mit sexuellen Nöten sein.

Thomas Jeising:

  • Martin Grabe bietet in seinem Buch keine Argumente für seine Ent­scheidung, statt auf die Bibel auf andere Quellen zu hören.
  • Auch im Verständnis von homosexuellem Begehren bleibt die Bibel wegweisend. Auch deswegen sollten ihre Grenzziehungen beachtet werden.
  • Empfehlungen zum „Coming-Out“ und einem Ausleben homosexuellen Begehrens in der christlichen Gemeinde sind irreführend und schaden den Betroffenen.

Es ist beinahe unmöglich, eine gewöhnliche Buchbesprechung zu dem vorliegenden Titel abzuliefern. Das hat eine Reihe von Gründen, die ich darlegen werde. Es wäre vielleicht sogar ungerecht, wenn man das Werk nur wie ein Buch beurteilen würde. Denn der Leser bekommt ungefragt auf 96 Seiten eine Therapiestunde bei einem Facharzt für Psychotherapie und Psychosomatik zum Discounterpreis, allerdings wird die Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen.

Das Werk ist also irgendwie besonders, anders lassen sich seine Wirkung und die Aufregung darum auch gar nicht deuten. Denn das Buch, das Homosexualität unter Christen als positive Lebensform qualifizieren will, enthält kein einziges neues Argument, keine neue Idee, auch fasst es nicht die jahrzehntelange Diskussion zusammen. Und nicht einmal für den Vorschlag an evangelikale und konservative Gemeinden, eine Trauhandlung für zwei Menschen gleichen Geschlechts einzuführen, die nicht nur treu und verbindlich zusammenleben wollen, sondern auch für eine gegenseitige sexuelle Befriedigung eintreten, kann es kein Copyright beanspruchen.

Diese Themen weiterlesen im Original:

  • A. Nach christlichen Maßstäben ein ungewöhnliches Buch. Hier die Gründe:
  • B. Warum jeder Christ nach diesem Buch Homosexualität befürworten soll: die Argumente
  • C. Warum die Argumente vielleicht plausibel, aber irreführend sind.
  • D. Fazit

Quellen und Verweise;