Die Kultur der Vorläufigkeit

  • Gefunden bei: http://theoblog.de/die-kultur-der-vorlaeufigkeit/27950/
  • Bildnachweis: reuters (auf http://blog.zdf.de/papstgefluester/2013/04/03/franziskus-und-die-frauen/

Papst Franziskus hat kürzlich erklärt, Franziskus.jpgdass wir in einer Kultur der Vorläufigkeit leben und viele Menschenkinder nicht wüßten, was sie sagen, wenn sie sich bei einer Trauung versprechen, beieinander zu bleiben, bis der Tot sie scheidet. Kurz: Das Eheversprechen dürfe nicht so ernst genommen werden, weil die Leute, die es ablegen, nicht wissen, was sie tun.

Christian Geyer hat den Vorfall für die FAZ gewohnt bissig kommentiert und beobachtet beim derzeitigen Papst die für das emergente Christentum bezeichnende Verhältnisbestimmung von Kultur und Glauben. Die Kultur erscheint als das Salz der Erde, welches den Sauerteig des Glaubens durchdringt.

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H3 – Hirn, Herz und Hand: 1. Jahrgang abgeschlossen

SDG

Das evangelikale Schulungsprogramm für junge Mitarbeiter im Münchener Norden hat seinen ersten Jahrgang am 18.06.2016 erfolgreich abgeschlossen. Die meisten der 31 Teilnehmer haben bis zum Schluß durchgehalten.

In 10 Samstagsterminen (09:00-17:30) wurden folgende Themen beackert:

  • Homiletik mit P. Güthler als Hauptschwerpunkt (B20160618_H3 (2).JPGeispiel des Titsbriefes), von Sept.- Okt. + Dez. 2015
  • Hermeneutik / Heilsgeschichte mit Dr. Berthold Schwarz (FTH Gießen), im Nov. 2015
  • Einführung in das Buch Genesis / 1Mose mit Dr. M. Heide (Tutzing, Uni Marburg), ab Jan. 2016
  • Überblick über wichtige Meilensteine in der Kirchengeschichte mit Klaus Giebel (München), ab Febr. 2016
  • sowie ab März 2016 die Themen “Einführung in den Römerbrief”, “Überblick über das Johannes-Evangelium” und “Die neutestamentliche Lehre von der christl. Gemeinde”, mit drei einheimischen Mitarbeitern.

Die meisten Seminarzeit wurden in Summe in der Feedbackrunde am Nachmittag verbracht. Wie das Programm überhaupt versuchte dem Schwerpunkt “Hand” gerecht zu werden: verpflichtendes Mentoren-Konzept als Begleitung durch die Heimatgemeinde, übergeordnete praktische Hausaufgaben, Pflichtlektüre, ergänzt mit der Teilnahme an apologetischen Münchener Veranstaltungen (Dr. W.L. Craig), usw.

Insgesamt wurden in den 10 Monaten ca. 160 Stunden je Teilnehmer aufgewandt, etwa je 50% im Selbststudium und im Präsenzunterricht. Laut dem Veranstalter, soll das Programm in 2016/17 mit überarbeiteten Konzept weiter gehen. Anmeldungen werden auf brink4u.com rechtzeitig bekannt gegeben.

  • vergleiche:
    http://www.brink4u.com/2015/06/29/h3-hirn-herz-und-hand-ist-ausgebucht/

Wer die Kinder früh verwöhnt…

… wird im Alter von ihnen im Stich gelassen. Diese Aussage einer weisen Frau kommt mir immer wieder in den Sinn. Wie kommt es dazu, dass Eltern Kinder verwöhnen? Was motiviert sie dazu? Wie unterscheidet man zwischen Verwöhnung und Zuwendung? Hier sind meine Überlegungen.

Gefunden bei Hanniel bloggt.:

  • http://hanniel.ch/2016/06/17/kolumne-wer-die-kinder-frueh-verwoehnt/

Warum Eltern Kinder verwöhnen

  1. Aus Bequemlichkeit: Manchmal muss man gar nicht zu weit suchen. Es ist anstrengend, sich zum x-ten Mal aufzuraffen, konsequent zu bleiben und etwas einzufordern. Hier sehe ich immer wieder ein seltsames Vorgehen von uns Eltern. Wir ertragen aus Bequemlichkeit zu viel, bis es uns “den Deckel lupft”. Dann schimpfen und drohen wir. Wir lösen die Ankündigung jedoch nicht ein. Daraus entsteht ein unguter Kreislauf.
  2. Aus Angst: In anderen Fällen beschleicht uns die Angst, die Zuneigung des Kindes zu verlieren. Das bedeutet, dass wir von dieser Zuneigung abhängig sind. Es geht also nicht in erster Linie um unsere Schutzbefohlenen, sondern um unsere eigenen Defizite. Dies wird vom Kind oft ausgenützt. Auch hier entsteht ein schädlicher Mechanismus.
  3. Wegen eigenen hohen Ansprüchen: Wer Kinder in die Verantwortung kommen lassen will, der muss seine eigenen Ansprüche tief halten. Es geht darum, dass sich das Kind wichtige Fertigkeiten und Fähigkeiten aneignet. Der eigene Anspruch an Sauberkeit, Ordnung, anständiges Benehmen oder einen guten Ruf nach aussen muss zurückgenommen werden. Wiederum geht es nicht um uns als Eltern, sondern um das Kind!
  4. Aus schlechtem Gewissen: Wenn es in der Ehe kriselt, wenn die Arbeit völlg absorbiert, wenn wir wegen der Weiterbildung noch mehr zu Hause fort sind, wenn wir für unsere Freizeitvergnügen die Kinder im Stich lassen, dann muss es zu einer Ausgleichshandlung kommen. Wir kompensieren unser schlechtes Gewissen.
  5. Weil wir Überfluss haben: Wenn viel Geld und Material vorhanden ist, sinkt die Schwelle für Disziplin, Selbstbeherrschung und Bedürfnisaufschub. Man hat es, warum will man es den Kindern dann vorenthalten? Man ist nur einmal Kind, warum sollte es sich im Moment nicht freuen? Hier wird Vergnügen und Freude verwechselt, schnelle Bedürfnisbefriedigung mit der echter Genugtuung.
  6. Aus Statusbewusstsein: Als Eltern dieses Stadteils ist es normal, für einen Kindergeburtstag so tief in den Sack zu greifen, diese elektronischen Geräte anzuschaffen, diese Markenkleider dem Kind zu ermöglichen etc. Auch hier geht es nicht nur um das vom Kind angemeldete Bedürfnis, sondern um die Furcht der Eltern, gegenüber den anderen “abzufallen”.
  7. Als Ausgleich zur eigenen Jugend: Weil Eltern in ihrer eigenen Jugend knapp gehalten wurden (Geiz ist die andere Seite der Medaille), weil sie sich emotional zu kurz gekommen fühlen, weil sie jetzt anders wollen – darum können sie den Kindern keinen Wunsch abschlagen.

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2. Welle der “political correctness” macht krank

Gefunden im TheoBlog von Ron Kubsch, am 21.06.2016

  • http://theoblog.de/zweite-welle-der-politischen-korrektheit-macht-krank/27935/

Ich freue mich, dass immer mehr Leute (unter ihnen gottlob auch Journalisten) durchschauen, dass eine Politik der politischen Korrektheit – wie sie beispielsweise von der Obama-Administration vorangetrieben wird – die Gesellschaft destabilisiert. Die Denkverbote schränken die Freiheit ein und machen krank. In einem neuen Beitrag zeigt die NZZ, dass die Auswüchse der „Political Correctness“ auf dem amerikanischen Campus nicht nur für die Unabhängigkeit der Lehre, sondern auch für die Psyche der Studierenden gravierende Folgen hat.

Die Angst geht um auf dem amerikanischen Campus, die Angst der Lehrenden vor ihren Studenten. Schon das männlich konnotierte Wort «Student» birgt, im Deutschen zumindest, was man in den USA eine «microaggression» nennt – einen Mini-Gewaltakt mithin, der die Frauen eliminiert. Mini-Aggressionen sind sprachliche Wendungen, die als verletzend aufgefasst werden könnten. Nach Campus-Richtlinien gehört dazu etwa die Frage, wo man geboren wurde – weil sie impliziere, der oder die Befragte sei womöglich kein(e) richtige(r) Amerikaner(in). Der Satz «I believe the most qualified person should get the job» steht bei kalifornischen Hochschulen ebenso auf dem Index wie «America is the land of opportunity». Immerhin könnte Letzteres andeuten, dass wer seine Chance nicht ergreift, selber schuld sei.

Im Unterschied zur ersten Political-Correctness-Welle, die in den 80er und 90er Jahren den historischen und literarischen Kanon herausforderte, geht es heute nicht mehr um die Diversifizierung des Lehrplans oder das Aufbegehren gegen die Diskriminierung marginalisierter Minderheiten, sondern um das emotionale Wohlbefinden einer Generation, die als verwöhnt und übersensibel gilt. Mit diesem aus dem Ruder gelaufenen Kinderschutz wird den Studierenden eine psychische Fragilität attestiert, der der kleinste Dissens als «traumatisierend» gilt.

Hier mehr: www.nzz.ch.

Bayern bald auch sexuell vielfältig?

Vor kurzem stieß ich auf diesenaufschlußreichen Artikel von Birgit Kelle vom 12.05.2016. Ich finde es notwendig, dieses sehr ausführliche Dokument zu verbreiten.

  • Hier die Quelle: http://frau2000plus.net/bayern-bald-auch-sexuell-vielfaeltig-eine-vergleichende-analyse-zu-den-entwuerfen-der-neuen-richtlinien-fuer-die-familien-und-sexualerziehung-in-den-bayrischen-schulen/

Eine vergleichende Analyse zu den Entwürfen der neuen Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung in den bayrischen Schulen

In Bayern sollen neue Richtlinien zur Sexualkunde eingeführt werden, die Entwürfe sind noch nicht veröffentlicht, ein Blick darauf lohnt selbstverständlich trotzdem. Angesichts dessen, was im Bildungsplan Baden-Württemberg alles auftauchte, um das Thema Sexualität an alle Schüler zu bringen, stellt sich nämlich nicht nur für bayrische Eltern die Frage: Legt Bayern jetzt ohne Not nach, oder ist der neue Entwurf auch für die publizistisch viel gescholtenen Eltern akzeptabel, die ihr Erziehungsrecht gerne selbst wahrnehmen und sich in den Schulen eine behutsame und altersgerechte Sexualaufklärung wünschen.

M. Kotsch zum Völkermord im Osmanischen Reich

Armenier 1915 in Syrien_ZEIT 20150423

Foto: Die Zeit am 20150423

Angesichts der historischen Tatsachen ist die Polemik der aktuellen türkischen Politik tatsächlich mehr als unanständig. Der Artikel von Michael Kotsch in der Zeitschrift im Bibelbund ist an dieser Stelle eine notwendige Klarstellung:

Der BibelbundAktuelles, Islam und Christentum, Kultur und Gesellschaft

Völkermord in der Türkei und die Christenverfolgung

Das Schicksal armenischer und assyrischer Christen 1915-17 und heute. Veröffentlicht am 7. Juni 2016 aus Bibel und Gemeinde 116, Band 2 (2016), Seite 41-58.

Rund 1,5 Millionen armenische und assyrische Christen wurden während des Ersten Weltkriegs in der Türkei von Regierungstruppen ermordet. Hunderttausende verhungerten als Folge der Vertreibungen, wurden vergewaltigt oder gezwungen zum Islam zu konvertieren. Auch noch hundert Jahre später ist der Völkermord an den Armeniern in der Türkei ein absolutes Tabuthema. Gesetze zum Schutz des Türkentums verhindern eine öffentliche Diskussion und eine offene Untersuchung dieser Massaker.

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Aus dem TheoBlog: das Bibel-Projekt

Einige Leute haben sich zusammengetan, um das Projekt www.jointhebibleproject.com in deutscher Sprache herauszugeben. Was genau ist das Bibel-Projekt?

Was ist „Das Bibel Projekt“? Die Bibel – das Buch der Bücher. Dieses packende und beeindruckende Buch erzählt von Gottes Rettungsplan für die ganze Welt. Es ist allerdings auch lang und kann manchmal schwer zu verstehen sein. „Das Bibel Projekt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die biblischen Erzählungen und Themen in kurzen, kreativen Videos anschaulich zu vermitteln. Die Vision von „Das Bibel Projekt“ ist es, die englischen Videos von „The Bible Project“ auf Deutsch zugänglich zu machen. Diese animierten Videos helfen dir, den Aufbau und Inhalt eines biblischen Buches zu überblicken und besser zu verstehen. Zudem erklärt „Das Bibel Projekt“ wichtige Themen, die für das Verständnis von Gottes Geschichte wichtig sind (z.B. „Himmel und Erde“ und „Königreich Gottes“).

Wer mehr wissen möchte, sollte sich die Internetseite mal anschauen:  www.dasbibelprojekt.de. Das Projekt braucht übrigens noch Unterstützer!

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Boualem Sansal und das Aufsprengen der Gesellschaft

 “Der Islam wird unsere Gesellschaft aufsprengen”

Droht Europa die Islamisierung? In seinem Roman “2084. Das Ende der Welt” erzählt der Algerier Boualem Sansal *) von einer muslimischen Glaubensdiktatur. Eine spezielle Warnung hat er für Deutschland.

  • Quelle: http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article155752745/Der-Islam-wird-unsere-Gesellschaft-aufsprengen.html

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Sonntagfrüh, neun Uhr. Es regnet in Strömen in Paris. Boualem Sansal, 66, hat trotzdem die Metro genommen. Wir treffen uns in meinem stillen Büro in einem Hinterhof im Marais. “Schön haben Sie’s hier”, sagt er, dann setzt er sich an den runden Tisch, um eine Welt zu beschreiben, in der es keine Schönheit mehr gibt, nur noch Fanatismus. Seinen Pferdeschwanz, mit dem er wie ein Indianer aussah, hat er abgeschnitten. Gestern war er in Warschau, morgen zieht er schon wieder weiter. Noch nie, erzählt er, sei er wegen eines Buches so lange unterwegs gewesen. Er schaffe es kaum noch nach Hause in Algerien. “2084. Das Ende der Welt” ist der Titel seines jüngsten Romans. Nach dem Vorbild von Orwells “1984” beschreibt Boualem eine Glaubensdiktatur. Es ist der radikale Islam, der die Macht übernommen und alle Erinnerungen an die Zeit davor ausgelöscht hat.

Welt am Sonntag: Monsieur Sansal, Ihr Buch ist sehr düster. Bei Orwell gibt es wenigstens eine Liebesgeschichte.

Boualem Sansal: Ich wollte auch etwas Aufmunterndes. Aber in dieser Welt des Islamismus wäre die Liebe unglaubwürdig gewesen. Orwell mag ein atheistischer Kommunist gewesen sein, sein Vorstellungsvermögen war christlich geprägt. Im Christentum strukturiert die Liebe das Leben.

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Aus dem Theoblog: Christopher Hitchens

Christopher Hitchens und der Himmelhund51rELKRwN+L SX322 BO1 204 203 200

Christopher Hitchens war ein Intellektueller, der insbesondere für seinen glühenden Hass auf Religionen und ganz besonders auf das Christentum bekannt war. Seine große Abrechnung mit dem christlichen Glauben ist als Der HERR ist kein Hirte auch in deutscher Sprache erschienen und wurde nicht nur vom SPIEGEL gefeiert. Als Hitchens 2011 im Alter von 62 Jahren starb, schrieb DIE ZEIT:

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