Jesus Christus, das Lamm Gottes

Death of the Pharaoh Firstborn son, Lawrence Alma-Tadema, 1872, Lizenzfrei von wikiart.

He smote all the first-born of Egypt, the chief of all their strength. (Psalm 105)– Georg Friedrich Händel, ISRAEL IN EGYPT (1739), Part I, Chorus

Worthy is the Lamb that was slain to receive power, and riches, and wisdom, and strength, and honour, and glory, and blessing. (Revelation 5)
– Georg Friedrich Händel, MESSIAH (1742), Part III, Chorus

Verflucht sei der Mann, der nicht hört auf die Worte dieses Bundes, den ich euren Vätern geboten habe an dem Tag, da ich sie herausführte aus dem Land Ägypten, aus dem eisernen Schmelzofen, indem ich sprach: Hört auf meine Stimme und tut diese Worte, nach allem, was ich euch gebiete, so werdet ihr mein Volk, und ich werde euer Gott sein.
– Der Prophet Jeremia 11,3-4


In jener Nacht war in Ägypten kein Haus, worin nicht ein Toter war – von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron saß, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen, der im Kerker war, und alle Erstgeburt des Viehes. Nur die Israeliten blieben verschont, die in ihren Häusern das Lamm wie von Gott angeordnet schlachteten und aßen. Sieht Gott das Blut des Lammes an den Türpfosten des Hauses, wird er an dem Haus vorübergehen. Anstelle der Erstgeborenen Israeliten starb das Lamm. …


Weiterlesen: auf wuestegarten:

7 Tage …

to be continued … – Danke an Veli für die Idee!

Quellen:

Fortbildung a la Dallas …

Bildschirmschuß: https://www.dts.edu/

Ein Freund hat heute auf diese Seite im bekannten Dallas Theological Seminary (DTS) verwiesen: https://courses.dts.edu/; dort finden sich kostenlose Online-Bibel-Kurse; die aktuellen Kursangebote:

Fortbildung a la Dallas … weiterlesen

Die Evangelikalen – eine bemerkenswerte Rezension

10.07.2020, Nachtrag 2: Jürgen Mette und Thomas Schirrmacher haben sich am 4. März diesen Jahres in Bergisch Gladbach persönlich getroffen und am 27.04.2020 folgende Erklärung vereinbart, der nunmehr seit 22.06.2020 auf dem nachfolgenden Link zu lesen ist:

Die „Gemeinsame Erklärung von Jürgen Mette und Thomas Schirrmacher“ ist erfreulicherweise nicht nur eine politisch korrekte Darstellung unterschiedlicher Position mit Eingeständnissen auf beiden Seiten. Sie erinnert mich ein wenig an meine eigene Korrektur dieses Blogs, nachdem sich Jürgen Mette schriftlich gemeldet hatte (siehe unten „Nachtrag 1“). Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es immer gut ist, sich in theol. Auseinandersetzungen zu Korrekturen in Ton und ggf. Inhalt zu erklären.

  • Von daher: dickes Lob!

Was mich aber umtreibt, ist, wie locker beide Protagonisten sich darin einig wurden, dass Evangelikale vor allem als „Jesus-first“-Leute zu verstehen sind und andere Fragen, wie etwa die Bibelfrage hinten anstehen müssen:

Jütgen Mette: Wir sind uns darin einig, dass die Evangelikalen nicht nur streitbar, sondern vor allem auch plural aufgestellt sind, gerade im Schriftverständnis, nicht zuletzt denen gegenüber, die eine solche Pluralität nicht wahrhaben wollen, sondern ihr eigenes Schriftverständnis als das einzig legitime vertreten.

Nr. 1 in der Stellungnahme von J. Mette

Thomas Schirrmacher: Der Gedanke einer deutschlandweiten und weltweiten Gemeinschaft der Evangelikalen geht gerade von der Pluralität der Auffassungen aus und hält nur einen harten Kern christlicher Lehren für unverzichtbar.

zu Nr. 1, in der Stellungnahme von Thomas Schirrmacher

Sie sind sich darin einig mit Thorsten Dietz: Ja, sehr spannender Beitrag! Schön finde ich, dass Thomas Schirrmacher ja der Kernthese von Jürgen Mette ausdrücklich zustimmt, dass „evangelikal“ eigentlich für eine „Sammlung von ‚Jesus-first‘-Gesinnten“ steht und mit eigenen Worten hinzufügt, „dass es eine Sache gibt, die uns eint, und vieles, was uns unterscheidet.“ (S. 8). Besonders hilfreich finde ich die Bestätigung, dass es eben gar nicht das eine evangelikale Schriftverständnis gibt.

Siehe Fußnote 2 hier im urspr. Artikel

Auch wenn es geschichtlich richtig ist, dass es in der Bibelfrage „schon immer“ große Unterschiede unter den Evangelikalen gab, ist die Leichtfertigkeit, mit der diese Kernfrage behandelt wird, auffallend!

  • Von daher: kritische Rückfrage!

Was konservative Evangelikale bzgl. der „Chicago-Erklärung“ damals als „Angriff“ von Jürgen Mette empfanden, bewertet er erfreulicherweise selbstkritisch als „flapsigen und leichtfüßigen Umgangs mit der Chicago-Declaration“. Aber was mit dem Satz, die „Bibel ist Gottes Wort“ genau gemeint ist, klärt sich dadurch noch nicht.

Ich denke, es wird zunehmend wichtig werden, zu definieren, was zum „harten Kern christlicher Lehren“ gehört, der als „unverzichtbar“ zu bezeichnen ist, wenn man seine Identität als „Evangelkale“ und die notwendige Grundlage der Einheit bewahren will.

  • Gehört das „sola scriptura“ weiterhin dazu (und wie wird es definiert?)?
  • gehören die Inhalte (!) der „fundamentals„, die vor 110 Jahre publiziert wurden, dazu (und was bedeutet es heute?)?

Wenn fast alles – jedenfalls die Bibelfrage – an den theol. Rand gedrängt wird und als Kern nur ein irgendwie unbestimmtes „Jesus-inside“ übrig bleibt, kann man sich natürlich locker „einig“ werden: mit „katholischen Theologen“, wie TS und mit „progressiv evangelicals“ wie JM …

Der Verfasser erinnert sich an die Anfänge seiner Mitarbeit in der evangelistischen Studentenarbeit (1987/88), als ein Mitarbeiter eines bekannten Missionswerkes betonte, mit allen zusammenarbeiten zu wollen, die „Jesus begegnet sind“ und sich gleichzeitig weigerte zu definieren, was das bedeutet …

———

14./16.02.2020, Nachtrag 1:
Am 10.02.2020 hat Jürgen Mette, der Verfasser von „Die Evangelikalen“, durch Vermittlung von Dr. Markus Till sich per Mail an mich (bzw. biblipedia) gewandt und unsere Kommentierung der Rezension von Dr. Thomas Schirrmacher (in Teilen zu Recht) zu kritisieren.

Aus dem sich anschließenden Schriftverkehr heraus, habe ich einige Aussagen in dieser Kommentierung über-arbeitet, ergänzt, bzw. gelöscht. Nach dem Dialog sehe ich stärker als zuvor, dass Mettes Buch nicht nur eine theologische Bewertung der Evangelikalen darstellt (die mir zu flapsig ist – und bleibt …), sondern eben auch einen biografisch-subjektiven Erfahrungsbericht darstellt (dem ich auch menschliche Stärken abgewinnen kann).

Es sollte nicht sein, dass theologische Streitfragen auf persönlicher Ebene durchschlagen. Wo das geschehen ist, bitte ich Jürgen Mette um Entschuldigung!

Andererseits ist sein Buch und die Antwort von Thomas Schirrmacher und anderer Rezensenten zu Recht eine öffentliche Auseinandersetzung, die wohl auch notwendig bleibt …


25.01.2020, Kommentierung der Rezension von

Thomas Schirrmacher, ‚Theologischer ‚Streit‘ muss sein und gehört zur DNA der Evangelischen Allianz – oder: Warum ich Streitgespräche liebe. Ein offener Brief an Jürgen Mette zu seinem Buch „Die Evangelikalen“‘,

in: ‚Glauben und Denken heute‘ (Ausgabe 2/2019, Nr. 24/13. Jahrgang, Seite 8-24)

Kaum kam die neue Ausgabe von Glauben und Denkenheraus, da stellte Rod Nolte am 23.01.2020 in einem theologischen Forum in FB eine kurze Zusammenfassung aus Thomas Schirrmachers o.g. Kritik an dem Buch von Jürgen Mette. Die Evangelikalen. Weder einzig noch artig. Eine biografisch-theologische Innenansicht. 2019 Gerth Medien zusammen: wir geben eine überarbeitete Fassung mit freundlicher Genehmigung von Rod Nolte weiter (4 Seiten) – wer mehr Zeit hat, lese Schirrmachers Original (17 Seiten) … [1]

Schirrmacher legt eine bemerkenswerte Rezension zu Mettes Buch vor!


Schirrmachers Kritik ist in der Tat fundamental. Mette hat in den sozialen Medien angekündigt, erst dann zu antworten, wenn er sich mit seinem Kritiker getroffen hat: man darf hoffen, dass er die Argumente von Schirrmacher ernstnehmen und darauf eingehen wird. Zu stark sind die von Schirrmacher aufgezeigten logischen Widersprüche und Inkonsistenzen in Mettes Buch, als das sie unbeantwortet bleiben sollten.

Hier ein paar Schneisen in Kurzform … – und hier die pdf dazu.

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Buchbesprechung: „Die Brüder und die Lehren der Gnade“

https://bruederbewegung.de/personen.html

Vor einiger Zeit haben wir auf brink4u einen Kommentar zu den „five points“ herausgegeben, um einer zunehmenden Emotionalisierung der sogenannten „Calvnismus-Debatte“ in eher heilsgeschichtlich denkenden Kreisen entgegenzuwirken …

Die Brüderbewegung stand in der eigenen Wahrnehmung vieler ‚Brüder‘ lange Zeit als Bollwerk gegen eine theol. Vereinahmung von reformierter Seite: gab es doch eine lange Tradition in ihrer Literatur, die sowohl den Calvinismus, als auch den Arminianismus als theologische Schulen (‚Systeme‘) zurückwies.

Umso überraschender dürfte es für manche sein, die nun in deutscher Übersetzung vorliegende Fassung des Buches von Mark R. StevensonDie Brüder und die Lehren der Gnade Wie stand die Brüderbewegung des 19. Jahrhunderts zur calvinistischen Heilslehre?‘ in Händen zu halten! Waren die ‚Brüder‘ letztlich doch eindeutige ‚Calvinisten‘? Man darf hoffen, dass ‚beide Seiten‘ ihre Hausaufgaben machen und mit dem postulierten Ergebnis dieser historischen Untersuchung zurück zur Schrift gehen und diese Frage unaufgeregt am Original studieren …

Buchbesprechung: „Die Brüder und die Lehren der Gnade“ weiterlesen

Warum ich kein Charismatiker …

Arne Kopfermann, 2010, wikipedia

Wolfram Kopfermann hat in den 80-iger Jahren die Debatte um die Ev. Landeskirche als auch die Frage des ‚Charismatismus‘ in Deutschland entscheidend geprägt. Von 1978 bis 1988 war Kopfermann Leiter der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche in Deutschland. 1988 legte er sein Amt als Pastor in der St.-Petri-Kirche nieder, trat aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche aus und gründete in Hamburg die charismatische Anskar-Kirche, die seitdem von ihm geleitet wurde.

Vater

Diesen Schritt begründete er im Nachgang ausführlich in einem seinerzeit vielbeachteten Buch: „Abschied von einer Illusion : Volkskirche ohne Zukunft“ (1990). Sympatisch auch, dass er als ‚Charismatiker‘ eine kritische Selbstreflektion pflegte und Auswüchse der eigenen Bewegung kritisch hinterfragte: „Macht ohne Auftrag : warum ich mich nicht an der „geistlichen Kriegführung“ beteilige“ (1994). Ziemlich genau vor einem Jahr wurde er im Alter von 80 Jahren heimgerufen.

Sohn: geschrieben mit Tränen

Sein Sohn Arne Kopfermann ist ein sehr bekannter christlicher Liedermacher (von mehr als 600 Liedern …), Popmusiker, Musikproduzent und Sachbuchautor. In dem Buch „Mitten aus dem Leben“ (2017) verarbeitete Kopfermann den Tod seiner Tochter Sara (2014). Nun hat Arne Kopfermann nachgelegt und ein Interview in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift ‚Aufatmen‘ angekündigt, das schon vor Veröffentlichung Furore machte: „Warum ich kein Charismatiker mehr bin …“

Warum ich kein Charismatiker … weiterlesen

David Gooding (1925-2019)

David Gooding (März 2008); (c) Myrthlefield Trust

David Gooding und John Lennox haben seit den frühen 90-iger Jahren durch Ihre Bücher, Seminare und Vorträge – als auch durch ihre persönliche Ausstrahlung – einen großen Einfluß auf mein Verständnis vom Umgang mit und Nachdenken über der Bibel gehabt.

Seine Bücher zum Lukas-Ev., zu Johannes 13-17, dem Hebräerbrief und der Apostelgeschichte haben eine herausragende Stellung in meiner Bibliothek gefunden …

Unvergessen sind auch Goodings Vorträge zum 4. Buch Mose auf der Glaubenskonferenz christlicher Gemeinden, in Saalfelden (28.-30.10.1994): „Die großen Rebellionen Israels in der Wüste als Warnung für unser Christenleben“; oder seine Vorträge in Rothenburg o.d.T. (2003).

Unsere Begeisterung für seine Arbeit fand seinen Niederschlag in über 20 Artikeln auf diesem Blog; beispielhaft:

Zu Recht warben die Veranstalter in Rothenburg (2003):

David Gooding ist in vielen Ländern für seine frische und hilfreiche Auslegung biblischer Bücher bekannt. Er hat die Gabe, Zusammenhänge der Heiligen Schrift aufzuzeigen und in unsere Zeit zu übersetzen, so dass Gottes Wesen hervorscheint und zu freudiger Nachfolge motiviert.

David W. Gooding (16.9.1925 – 30.8.2019) wurde am 30. August 2019 im fast vollendeten 94. Lebensjahr heimgerufen, um bei seinem Herrn zu sein. Am Donnerstag, den 7. November, findet ein Dankgottesdienst in der Crescent Church in Belfast statt. Wer ein Zeichen der Wertschätzung senden möchte, schicke es bitte per E-Mail an info@myrtlefieldhouse.com.

Hier der Nachruf auf Myrtlefield Trust:

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20 Jahre IGUW

Dr. Jürgen Spieß & Prof. Dr. John Lennox im Duo
Q&A „Da li je nauka sahranila Boga?“ ETF Belgrade 31 10 2013

Gründe für den Glauben – 20 Jahre Institut für Glaube und Wissenschaft

Heute kann sich jeder seine Filterblase und seine Weltanschauung selbst aussuchen. Und so zeigen sich nicht nur in der politischen Landschaft tiefe Risse in der Gesellschaft. Bundespräsident Steinmeier rief 2018 dazu auf, miteinander im Gespräch zu bleiben. Sind wir im Gespräch mit Andersdenkenden, und wenn ja, wie? Reden ist die Basis für Beziehung.

Aber gutes Reden lebt vom wahrhaftigen Inhalt. Genau darin sehen wir seit nunmehr 20 Jahren unseren Auftrag als Institut für Glaube und Wissenschaft: den Dialog zwischen christlichem Glauben, Weltan-schauungen und den Wissenschaften zu führen und andere für diesen Dialog zu befähigen. Den Glauben begründen können – Fachleute nennen das Apologetik.

Gemeinsam mit Institutsgründer Dr. Jürgen Spieß, dem langjährigen Berater Prof. Dr. John Lennox und weiteren Gästen wollen wir darüber nachdenken, wie wir heute den Dialog der Weltanschauungen einladend führen können.

Programm

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Spurgeon reloaded

Die Schatzkammer Davids

Die Schatzkammer Davids wurde neu gesetzt (von Fraktur auf lateinische Schrift); zudem mit ausführlichen Fußnoten zu den Zitaten von Spurgeon versehen.

gebunden (5 Bände im Schuber), 5352 Seiten
ISBN / EAN: 978-3-86699-372-3

Und das coolste: auch in diesem Fall ist diese Bibliothek als pdf im Downloadbereich erhältlich …

Link zum CLV-Server

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Erwählung und freier Wille …




In Vorbereitung einer Veranstaltung am kommenden Wochenende kam ich bei meinen Recherchen auf die Webseite von David Rieke, dessen ‚Benutzerhandbuch‚ in einem Privatverlag auf deutsch rausgekommen ist.

  • Seinen Artikel zu dem alten Thema fand ich erfreulich ausgewogen! Auch wenn die ‚Zeit-Ewigkeit‘-Diskussion uns exegetisch gesehen relativ bald aus dem Ruder läuft, ist es (philosophisch) doch eine spannende Frage

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