Thomas Schirmmacher: Die Grünen, Pädophilie, der damalige Zeitgeist und die Neuauflage heute

ProMundis Blogeintrag, 8. Februar 2016, von Thomas

Derzeit bestimmt das Verhältnis der Partei Bündnis 90/Die Grünen und ihrer Vorläufer zur Pädophilie die Medien, jüngst besonders das des Berliner Landesverbandes.

Ich möchte zu der ganzen Sache einige Aspekte hinzufügen.

Ich bin 1960 geboren. Ich habe die ganze Diskussion um die Pädophilie bei den Vorläufern der Grünen und später bei den Grünen bereits als Gymnasiast und dann als Student miterlebt. Was gerne vergessen wird:

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Hart aber fair … – Teil 3

Auf Grund Urlaub und Umzug hier noch der ordentliche Abschluß und das „absurde Ende einer öffentlich-rechtlichen Posse“ (Die WELT) …

„War es das wert? Der WDR wiederholt die Gender-Talkshow mit denselben Gästen. Nachdem Direktor Schönenborn etwas gequält wurde, geht es am Ende noch zur Sache. Eine absurde Posse in 28 Kapiteln.“

Standpunkt: Wir leiden unter dem pelagianischen Menschenbild (aus: Hanniel bloggt)

Diese interessante Kolummne aus „Hanniel bloggt“ möchte ich zur Diskussion stellen:

Veröffentlicht am von Holger Lahayne hat einen lesenwerten Beitrag „Augustinus und Pelagius“ verfasst. Ich glaube, dass wir heute unter der Re-Pelagianisierung der Kirche leiden. Die Wirkung ist sehr subtil. Um was geht es?

Der Pelagianismus – nach dem Vater der Lehre, dem britischen Mönchen und in Rom wirkenden Theologen Pelagius (ca. 350–420) – leugnet die Erbsünde und damit die radikale Verdorbenheit des Menschen. Der gefallene Mensch wird positiver gesehen, als es der biblischen Botschaft entspricht. Natürlich wird so etwas gerne geglaubt. „Der Menschengeist hat nichts lieber, als wenn man ihm Schmeicheleien vormacht“, so schon Johannes Calvin in seiner Institutio (II,1). In dem Kapitel erläutert der Reformator die Erb- oder „Ursünde“, die damals wie heute äußerst anstößig ist: „Dem gemeinen Menschenverstand ist nichts so befremdlich, als dass wegen der Schuld eines Menschen alle schuldig sein sollten“. Unsere Sünde besteht nicht nur in der Nachahmung Adams, wie Pelagius lehrte. Wir sind nach dem Fall nicht nur unvollkommen, krank, verführbar; das Übel ist viel radikaler: der Mensch ist geistlich tot (s. z.B. Ef 2,1). …

Gegen die Erbsünde kämpfte im 19. Jahrhundert vor allem Charles G. Finney (1792–1875) und verbreitete ein (semi-)pelagianistisches Menschenbild: Wir werden moralisch neutral geboren und können das Gute oder das Böse frei wählen. Der einflussreiche Evangelist: „Der Sünder hat alle Möglichkeiten und die natürliche Fähigkeit Gott perfekt zu gehorchen.“ Finneys Pfad folgen bis heute sehr viele Gläubige, absurderweise gerade die aus jungen, dynamischen, evangelisierenden Gemeinden. Dies hat auch mit der Verlust und der Nichtbeachtung des reichen theologischen Erbes der Vergangenheit zu tun. James I. Packer bemerkte treffend: „Pelagianismus ist die natürliche Häresie von eifrigen Christen, die an Theologie kein Interesse haben.“

Wir tun gut daran, uns den Konflikt aus dem 5. Jahrhundert näher anzusehen. Das augustinische Gnadenverständnis ist der Schlüssel für das Zurechtrücken des Menschenbildes.

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Bruno Jonas: Hoppla, bin ich jetzt reaktionär?

| 37 Lesermeinungen

Schade, dass es das so nicht mehr gibt? In der Kinderkrippe in Jena in den 70ern.

Heute muss man Familie für antiquiert, DDR-Krippen für vorbildlich und den Euro für das größte Friedensprojekt halten: Sind die alle irre, diese linken Solidaritätkasperl? Ein Aufschrei von Bruno Jonas

Es sieht ganz danach aus, dass ich in Kürze ein Reaktionär sein werde. Angefangen hat es damit, dass ich immer öfter nicht mehr meiner Meinung war. Früher war ich alles Mögliche. Auch links. Sicher war ich früher für manche Linke zu wenig links und für andere zu konservativ, weil nicht links genug.

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Gute Fragen …

Gute Fragen für (christliche Jugend-) Gruppen …

Stand: April 2015

  • Die Eigenschaft deiner Mutter die dir am meisten imponiert
  • Der Ort wo du dich am meisten zu Hause fühlst
  • Die Filmfigur in die man verliebt war als man 12 war
  • Wie du auf keinen Fall sein willst, wenn Du 80 bist
  • Wähle: willst Du lieber eine Sportart oder ein Instrument auf Profi Niveau beherrschen
  • Wähle: willst Du lieber blind oder taub sein

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Aus dem Theoblog von Ron Kubsch: Braucht Gott dich?

Mir wird immer klarer, dass sich die erbauliche Literatur teilweise in kecker Weise von der Heiligen Schrift ablöst. Das, was in der Bibel steht, scheint langweilig zu sein. Also wenden sich einige Autoren anderen Quellen zu. Aber das Wasser, das sie dort schöpfen, ist angegammelt. „Mich haben sie verlassen, die Quelle lebendigen Wassers, um sich dann Brunnen auszuhauen, rissige Brunnen, die das Wasser nicht halten“, sagt Gott schon in Jeremia 2,13.

Kürzlich habe ich in einem Buch, das weite Verbreitung gefunden hat, folgenden „geistlichen Impuls“ gefunden:

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Lost in Policy? The Person Beyond Public and Social Utility

Subtext von K.W. in Facebook:

Darüber, dass unser eigenes Verständnis der Bibel, unsere eigene Theologie, unser „Richtig“ und „Falsch“, das wir natürlich aus der Schrift abzuleiten meinen, manchmal durchbrochen werden muss, um unseren Nächsten wirklich zu lieben. Leider nur auf Englisch verfügbar:

Orginal Subtext:

Contemporary Christian debates about public policy tend to rely on simply reading one’s preferred political views into Scripture. Often lost in the conversation, are the very people themselves. Drawing on resources from the tradition of Christian social thought, Bradley will call us to a vision of the human person ordered in Creation. This alternative understanding of personhood offers Evangelicals an opportunity to transcend the binaries and idols of “left” vs. “right” and to promote the basic social, political, and economic structures that lead to human flourishing.