BVerfG – das dritte Geschlecht …

ANLASS

2016 reichte Vanja (26 Jahre, intersexuell), Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Es ging um die Anerkennung eines „dritten Geschlechts“. Am 10.10.2017 war er/sie erfolgreich nachdem sein/ihr Antrag in den vorherigen Instanzen immer abgelehnt worden war.

Hintergrund: Seit 2007 galt in Deutschland dass das „Personenstandsgesetz“ (PStG) im § 22 unter der Überschrift „Fehlende Angabe“ verfügte, dass, – wenn bei der Geburt einem Kind kein eindeutiges Geschlecht zugeordnet werden „konnte“ (!) – neben dem männlichen / weiblichen Geschlecht auch eine neutrale Geschlechtsangabe gewählt werden konnte:

(3) Kann das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstandsfall ohne eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen. (PStG, § 22, Nr.3)

FAKTEN

Der sehr kleine betroffene Personenkreis [1], der aus biologischen Gründen weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen war, etwa weil beide Geschlechtsmerkmale (zum Teil) ausgebildet sind, konnte durch diese Regelung die Frage des Geschlechtes bei der Geburtsurkunde offenlassen, oder das Kind später einem der beiden Geschlechter zuordnen.

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Papst Franziskus – der wahre Erbe Luthers?

Vier Tage vor dem Reformationsjubiläum wird die führende Figur der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), Thomas Schirrmacher von der ZEIT dahingehend zitiert, dass der Papst „zu einem echten Erben Luthers“ avanciert

Frage: Da geraten die Säulen des Katholizismus ins Wanken …

Schirrmacher: Papst Franziskus sagte einmal bei einer Diskussion: Auch Benedikt XVI. und Johannes Paul II. seien nicht unfehlbar gewesen und hätten die Unfehlbarkeit bekanntlich nie in Anspruch genommen. Bergoglio kann mit dem Dogma der Unfehlbarkeit überhaupt nichts anfangen. Er ist wirklich bereit, an die Schmerzgrenzen seiner Kirche zu gehen. Beim Reformationsjubiläum im schwedischen Lund vor einem Jahr hat der Papst die Predigt gehalten, das war sein ausdrücklicher Wunsch. Aus meiner Sicht interpretierte Franziskus damals die Gedanken Luthers besser als die meisten lutherischen Bischöfe.

Frage: Der Papst als authentischer Interpret und Erbe Luthers?

Schirrmacher: Als er ins Amt kam, hatte Franziskus von Reformation keine Ahnung. Er hatte in Argentinien viele persönliche Kontakte mit Protestanten, Evangelikalen und Vertretern anderer Religionen, das schon. Aber Franziskus ist vor allem ein Mann der Bibel. Er schlägt sie auf und liest direkt die Botschaft aus dem Text. Bibelkritik, wie wir sie kennen, ist seine Sache nicht. Er hat da einen ganz unmittelbaren Zugang. Das macht ihn zu einem echten Erben Luthers. Mit den traditionellen Positionen gerät er so natürlich in Konflikt. Das sieht man bei der Thematik Ehe, Scheidung und Zugang zu den Sakramenten, dem Hauptthema der Familiensynoden und in seinem nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia.

Was ist passiert: hat sich Franziskus „bekehrt“, oder ist Schirrmacher zu lange im Vatikan aus- und eingegangen? Wie protestantisch ist der Papst denn nun?

empfehlenswerte Blogs

Hier eine Liste theol. konservativer Blogs und Webseiten, die grundsätzlich zu empfehlen sind. Natürlich muss man nicht alles gleichermaßen gut finden:

 

Vgl. auch unseren Theo-Link-Blog:

 

 

Predigtseminar mit H. Stadelmann

helge Stadelmann70 Mitarbeiter aus 12 evangelikalen Münchner Gemeinden lauschten am 21.10.2017 Prof. Dr. Helge Stadelmann im Tagesseminar zum Thema „Kommunikativ predigen„.

Stadelmann hatte in den 80-iger Jahren ein Predigtbuch geschrieben, dass in Kürze zum Standardwerk zur Homiletik im evanglisch-freikirchlichen Bereich avancierte. Von 1994-2015 war Helge Stadelmann Rektor, der FTH Gießen.

In drei Einheiten legte der Referent den meist ehrenamtlichen Predigern die Grundsätze einer bibeltreuen Predigtlehre vor:kommunikativ

  • Gottes wirksames Wort konkreten Menschen verkündigen
  • Predigtvorbereitung und Predigtaufbau
  • Kommunikativ reden lernen

Man merkte dem Vortragenden seine jahrzehntelange Erfahrung in praktischer Theologie an. Ein hervorragender und kurzweiliger Schulungstag, der nach Wiederholung verlangt.

Publikationen:

  • H. Stadelmann (mit Stefan Schweyer), Lehrbuch Praktische Theologie, Gießen 2017
  • H. Stadelmann, Kommunikativ predigen. Plädoyer und Anleitung für die Auslegungspredigt, Witten 2013; = überarbeitete u. erweiterte Fassung von: Evangelikale Predigtlehre, Witten 2005 (²2008)
  • H. Stadelmann (mit Berthold Schwarz), Heilsgeschichte verstehen. Warum man heilsgeschichtlich denken sollte, wenn man die Bibel nicht missverstehen will, Dillenburg 2008
  • H. Stadelmann (Hg.), Den Sinn biblischer Texte verstehen. Eine Auseinandersetzung mit neuzeitlichen hermeneutischen Ansätzen, Gießen 2006
  • H. Stadelmann (mit Thomas Richter), Bibelauslegung praktisch. In zehn Schritten den Text verstehen, Wuppertal 2006 (82016)
  • H. Stadelmann, Evangelikales Schriftverständnis, Hammerbrücke 2005 (³2008)

Weitere Infos:

Countdown: Vishal …

Nur noch 10 Tage bis zum Reformations-Happening in MUC:

Vishal MVISHAL MANGALWADI

DAS BUCH DER MITTE

WIE WIR WURDEN, WAS WIR SIND. DIE BIBEL ALS HERZSTÜCK WESTLICHER KULTUR

»Allein die Schrift«, lehrte einst Martin Luther. Doch die Bibel wurde aus der Mitte gedrängt und dieser Verlust ist heute mit Händen zu greifen. Vishal Mangalwadi zeigt in seinem Vortrag, wie stark die Heilige Schrift unsere Gesellschaft prägte. Menschenrechte und Menschenwürde, Hilfe für sozial Schwache, technologischer Fortschritt oder die Entwicklung der Demokratie : die Botschaft der Bibel inspirierte unzählige Menschen, sich dafür einzusetzen.

31. Oktober  2017, 20  Uhr
Alte Kongresshalle, Theresienhöhe  15, 80339 München, Eintritt  frei.

 

 

DAS BUCH DER MITTE – München, 31.10.

VISHAL MANGALWADI, kommt am 31.10.2017 nach München!

Thema: WIE WIR WURDEN, WAS WIR SIND.
DIE BIBEL ALS HERZSTÜCK WESTLICHER KULTUR

»Allein die Schrift«, lehrte einst Martin Luther. Doch die Bibel wurde aus der Mitte gedrängt und dieser Verlust ist heute mit Händen zu greifen.

Vishal Mangalwadi zeigt in seinem Vortrag, wie stark die Heilige Schrift unsere Gesellschaft prägte.

Menschenrechte und Menschenwürde, Hilfe für sozial Schwache, technologischer Fortschritt oder die Entwicklung der Demokratie :

die Botschaft der Bibel inspirierte unzählige Menschen, sich dafür einzusetzen.

 

31. Oktober  2017, 20  Uhr
Alte Kongresshalle, Theresienhöhe  15, 80339 München, Eintritt  frei.

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Evangelikale und Katholiken …

Schirmmacher_Papst.JPGThomas Schirrmacher und Thomas Johnson erklären als Mitglieder der „World Reformed Fellowship“ (WRF) in 3 Punkten ihre Haltung, die sie als Vertreter der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEF) in den Kontakten zu hohen Vertretern der röm.-kath. Kirche (inkl. dem aktuellen Papst) einnnehmen.

Sie antworten auf die innerevangelikale Kritik, dass in der großen Nähe die sie zur kath. Kirche einnehmen, die theol. Überzeugungen der evangelikalen Community unter die Räder geraten könnten …

Ihr Antwort erhält drei Ansätze:

  1. Es ist möglich – und notwendig – dass respektvolle Interaktion und Zusammenarbeit mit katholischen Vertretern, als auch mit Menschen anderer Religionen angemessen geschehen kann, ohne unsere theol. Überzeugungen zu ändern oder abzuschwächen.
  2. Wir haben – bezogen auf die Ansätze mancher unserer Kririker – andere Wahrnehmungen sowohl von der röm.-kath. Kirche, als auch von den drängenden Bedürfnissen der evangelikalen Missionsbewegung.
  3. Viele in der oberen Leiterebene der röm.-kath. Kirche sind in vielen theol. Themenfelder (inkl. der „Rechtfertigung aus Glauben“) unsere Partner; dies gilt auch für die Bereiche sozialer und ethischer Problemfelder, auch dann, wenn gleichzeitig viele Katholiken in andren theol. Bereichen sich von unserem Verständnis bibl. Wahrheit wegbewegen.

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Interview zur Arbeit des cvmd

Der cvmd veranstaltet in München apologetische Veranstaltungen (cvmd.eu), die Arguemente für die Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens darlegen sollen:

  • im Oktober 2015 wurden z.B. vom cvmd Vorträge von Dr. William Lane Craig in München angeboten
  • dazu wurde im Nachgang ein Interview mit dem privaten Sender „Radio Horeb“ (horeb.org) über die Zielsetzung des cvmd’s aufgezeichnet, dass  mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht werden darf:
  • https://www.dropbox.com/s/0ki4t43cs7l3shd/Radio%20Horeb%20Interview.mp3?dl=0

 

Am 31.10.2017 (Reformationstag 500 Jahre) wird Dr. Vishal Mangalwadi – wie schon zuvor die Debatte Beckermann / Craig (2015) – in der Alten Kongreßhalle sprechen:20171031_vishal-m

 

Ehe für alle – Nachlese mit Quellenangabe

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Meine kleine Reflexion zur #ehefueralle basiert auf einer Predigt, die ich am 06.08.2017 gehalten habe und gliedert sich in 3 Schwerpunkte:

  1. Was hat sich mit dem 30.06.2017 geändert? Wie kam es zu #ehefueralle?
  2. Das bisher überkommene Eheverständnis der Gesellschaft, wie es sich in den Gesetzen niederschlägt und in den letzten Jahren verändert hat
  3. Das unveränderliche biblische Eheverständnis und unsere Reaktion

Man findet sie unter Predigten zu „aktuellen Themen“:

Am 13.08.2017 wurde Teil 2 hinzugefügt: Der Wert der christlichen Ehe (Eph 5)

Gliederung:

  1. Lerne die Hilfe des Heiligen Geistes in Anspruch zu nehmen
    • Du hast Ihn wirklich nötig … ( Eph 5,16 – 21)
  2. Wenn Du als Frau verheiratet bist: Lerne deinen Mann zu achten
    • Er hat es wirklich nötig … ( Eph 5,21 – 24.30 – 33)
  3. Wenn Du als Mann verheiratet bist: Lerne deine Frau zu lieben
    • Sie hat es wirklich nötig … ( Eph 5,25 – 33)
  4. Wenn eurer Ehe Kinder geschenkt wurden
    • Sohn/Tochter : sei gehorsam! – Du hast es wirklich nötig ( Eph 6,1 – 3)
    • Eltern (Väter): seid gerecht! – die Kids haben es wirklich nötig ( Eph 6,4)
  5. Ob als Single, Ehepartner, Eltern, Kinder, Arbeitnehmer, Chef
    • nehmt Gottes Hilfen (H. Geist / „Waffenrüstung“) in Anspruch (6,5ff)

 

Bild: Fotolia_82501615_Subscription_Monthly_M

Nah an der Bibel – nah am Menschen

oliverlastOliver Last
ist Leiter von cj-lernen.de und Jugendreferent der Christlichen Jugendpflege e.V. Er arbeitet im Ältestenteam der Gemeinde Werne mit.

Meine Traumgemeinde

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Ich werde meine Gemeinde bauen, sagt Jesus zu seinen Jüngern. In den Briefen des Neuen Testaments lesen wir, wie sich Gott Gemeinde vorgestellt hat. In der Kirchengeschichte sehen wir ganz unterschiedliche Formen von Gemeinde. Das stellt uns vor die Frage: Wie soll Gemeinde heute gelebt werden?

Ich habe einen Traum von Gemeinde. In diesem Traum kommt nicht vor, welche Musik gespielt wird. Dieser Traum hat nichts zu tun mit Gemeindeformen. Dieser Traum von Gemeinde ist, das wir Gemeinde so nah wie möglich an den biblischen Prinzipien und so nah wie möglich an den Menschen leben. Mein Traum beinhaltet, dass wir immer mehr so werden wie Jesus: er hat Gottes Willen ausgelebt und war dabei ganz nah dran an den Pharisäern, den Zöllnern, den Ehebrechern, den Reichen, den Menschen. Und mein Traum ist, dass wir immer mehr die Einstellung von Paulus gewinnen: er hat leidenschaftlich dafür gekämpft, dass Gottes Wahrheit gelebt wird und konnte dabei sagen: ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette.

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