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Gemeinde(n): Einheit vs. Reinheit …

Oliver Last hat am 12.01.2021 in der CJ („Christliche Jugendpflege„) einen hilfreichen Artikel als Diskussionsbeitrag vorlegt, den ich gerne hier „anteasern“ möchte … – auch weil mich das Thema selbst stark beschäftigt:


„Einheit führt zur Erweckung“ vs. „Einheit ist Zeichen der Endzeit“

Derzeit erlebe ich einen großen Wunsch nach Einheit. Viele Christen können die Aufsplitterung in unzählige Gruppierungen nicht mehr ertragen.Gerade in der jüngeren Generation herrscht ein Unverständnis über Grüppchenbildung und Abgrenzung. Aufgewachsen in einer pluralistischen Gesellschaft sind ihnen die Geschichte und die traditionelle Verankerung der Gemeinderichtungen relativ gleichgültig. Fakten stehen hinter Gefühlen, dadurch wird die Diskussion vermieden. Sie identifizieren sich nicht mehr vollständig mit etwas, sondern suchen sich die hilfreichen Dinge heraus. Weil sie kein Interesse am Konflikt haben, meiden sie Streitthemen. Sie sehen den Nutzen nicht in der Distanzierung, sondern in den Gemeinsamkeiten. Deswegen sind sie lieber „für etwas“, als „gegen etwas“.

Aber es herrscht nicht nur ein Unverständnis für Abgrenzung. Von vielen Personen wird in die Einheit der Christen auch eine große Hoffnung gesetzt. Komprimiert lautet die Überzeugung: wenn wir mehr Einheit leben, dann geschieht Erweckung. Denn Jesus betet ja, dass die Welt glaubt, dass sein Vater ihn gesandt hat, wenn die Christen eins sind. (vgl. Johannes 17, 21) Gleichzeitig erlebe ich bei anderen Christen einen wachsenden Ruf nach Abgrenzung. Von ihnen wird betont, dass wir gesunde Lehre brauchen, uns von falschen Tendenzen abgrenzen und klare Positionen verteidigen müssen. Das ist besonders wichtig, weil „viele falsche Propheten (…) aufstehen und (…) viele verführen“ (Matthäus 24, 11) werden. Die Hure Babylon in Offenbarung 17 wird zum Beispiel als Welteinheitskirche verstanden. Einheit wird daher eher als Bedrohung beschrieben – als Zeichen der Endzeit.

Persönlich leide ich darunter, dass sich so viele Christen trennen, streiten, spalten – obwohl sie ein Leib sind. Ich leide unter Hochmut, der selbst bei Jugendlichen schon dazu führt, auf Christen anderer Prägung herabzusehen. Ich leide darunter, stumpfe Kommentare auf Social Media zu lesen, die Charakterzüge offenbaren, die nichts mehr mit christlichem Verhalten zu tun haben. Ich leide unter der Lieblosigkeit. Ich sehne mich nach Einheit und einem liebevollen Umgang miteinander. Und gleichzeitig traue ich manchmal meinen Augen nicht, wenn ich sehe, wie Einheit (scheinbar) ohne theologische Basis gelebt wird. Fundamentale Unterschiede werden nebeneinander stehengelassen. Und ich frage mich: wie bitte soll diese Einheit funktionieren? Ich sehne mich nach Reinheit – nach Übereinstimmung in gesunder Lehre.

Wie können sich heute Gnade und Wahrheit begegnen, wie leben wir Einheit, ohne Übereinstimmung in wichtigen Wahrheiten aufzugeben?

Zwei biblische Ideale: Einheit & Reinheit

Schon in der Bibel wird diese Spannung sichtbar. Kurz vor seinem Tod spricht Jesus mit seinem Vater und bittet ihn, damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast“ (Johannes 17,21). Jesus bittet seinen Vater um Einheit seiner Nachfolger. Er vergleicht die Einheit mit der Einheit, die er mit seinem Vater hat. Und er zeigt ein Ziel dieser Einheit auf: die Welt glaubt dann, dass Gott Jesus gesandt hat. Im gleichen Gebet bringt Jesus noch einen Wunsch zum Ausdruck: Heilige sie durch die Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.“ (Johannes 17,17)

Jesus geht es „nicht nur“ um Einheit, sondern auch um Wahrheit. Paulus findet sehr klare Worte dafür, dass man sich von Menschen abwenden soll, die andere Lehre bringen:

„Ich ermahne euch aber, Brüder, dass ihr achthabt auf die, welche entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, Zwistigkeiten und Ärgernisse anrichten, und wendet euch von ihnen ab!“ Römer 16,17

In der Bibel sehen wir sowohl das Gebet um Einheit als auch den Ruf zum Abwenden von Menschen mit falschen Überzeugungen.


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Gemeinde + Staat

Input und Austausch zur Debatte um Unterordnung und zivilen Ungehorsam

„Gesunde Gemeinden“ hatte am 16.11.20 auf Zoom folgenden Austausch initiiert und wie folgt eingeleitet:

In vielen Gemeinden (und noch viel heftiger in den Sozialen Medien) wird aktuell debattiert, wie wir Christen uns in der gegenwärtigen Situation unserem Staat gegenüber verhalten sollen. Politische Einschätzungen variieren bei uns genauso wie überall anders in der Gesellschaft auch. Was bedeutet das für unser Miteinander? Welche Dinge bleiben vom Wort Gottes her klar, auch bei unterschiedlichen Denkrichtungen? Hier die zwei Impulsreferate und das Schlusswort am Ende der Gruppengespräche und der Plenumsdiskussion.

Referenten:

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Dillenburger Konferenz 2020

Dieses WE findet die „Dillenburger Konferenz 2020“ statt (Konferenztext: Johannes 18,1-27); 02.-04.10.2020: https://www.dillenburger-konferenz.de/.

Diese Bibelkonferenz der ‚Brüdergemeinden‘ findet coronabedingt im Online-Modus statt, zu finden unter:

live dabeisein, oder später auf youtube anschauen; heute nachmittag finden zwei workshops im zoom statt:

15.00 Uhr  Souverän als wahrer König Karl-Heinz Vanheiden
16.30 UhrSouverän als Richter“ Benjamin Lange

Abschluß der Konferenz ist am Sonntag 04.10.2020 um 11:15 Uhr im Live-Gottesdienst der Gemeinde in Dillenburg-Manderbach:

Die Areopag-Rede des Apostels Paulus in Athen (Apg.17) Lektionen, um den Glauben wirkungsvoll zu bezeugen, Roger Liebi

nonbiblipedia

Apg 5,29 …

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/10/Grace_Community_Church_Worship.jpg
Public Domain
File:Grace Community Church Worship.jpg (Created: 5 January 2007)

Sie führten sie aber herbei und stellten sie vor den Hohen Rat; und der Hohepriester befragte sie 28 und sprach: Wir haben euch streng geboten, in diesem Namen nicht zu lehren, und siehe, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen. 29 Petrus und die Apostel aber antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen.

32 Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ermordet habt, indem ihr ihn ans Holz hängtet. 31 Diesen hat Gott durch seine Rechte zum Führer und Retter erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu geben. 32 Und wir sind Zeugen von diesen Dingen und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. 33 Sie aber ergrimmten, als sie es hörten, und ratschlagten, sie umzubringen.

https://www.bibleserver.com/ELB/Apostelgeschichte5%2C27-33

Mitte Juli wurden in USA / Californien neue Corona-Restriktionen verordnet. John MacArthur und Grace Community Church haben dagegen ein „strammes statement“ herausgegeben, dass nach einer grundsätzlichen Exegese zur Zuordnung von Staat und Kirche zu dem Schluß kommt, dass sie sich der behördlichen Anordnung höflich aber bestimmt widersetzen werden …

Ein FB-Freund Andreas Schnebel schrieb dazu am 27.07.2020:

Ich bin sehr froh, dass es Pastoren gibt, die in dieser Frage eindeutig auf dem Boden der Schrift argumentieren und handeln. Auch wenn ich in vielen nachgeordneten Fragen nicht einer Meinung mit Pastor John MacArthur bin, hier jedoch zu 100%. Die Thematik ist letztlich aus reformatorischer Sicht schon lange und eindeutig beantwortet: die Zuständigkeiten der Obrigkeiten sind klar und ohne Zweifel unterschieden. Dass heißt, Regierungen könnten von den Kirchen Konzile/Synoden einberufen lassen, damit diese selbst darüber entscheiden wie diese mit einer solchen Situation in ihrem Verantwortungsbereich umgehen, keinesfalls jedoch, dass weltliche Obrigkeiten das Recht haben in die Zuständigkeit der kirchlichen Obrigkeit hineinzuregieren bzw. anzuordnen, ob oder wie man einen Gottesdienst feiern darf.

Facebook

Meine kurze Antwort darauf am 28.07.2020 lautete:

Ich habe es auch gesehen und für falsch befunden: denn das „Man muss Gott mehr gehorchen“ hat einen anderen Hintergrund:

In dieser Pandemie werden nicht Gemeinde-Gottesdienste verboten, weil sie Christen sind, sondern um die Pandemie zu verhindern. Aus gleichem Grund werden Discos geschlossen und Fußballstadien, Sport- und Kultuveranstaltungen, von denen viele gerade nicht sonderlich christlich sind.

Von daher: nicht alles was mutig ist, ist nach m.E. auch biblisch: ich halte das für einen falschen Weg.

Facebook (Fehler korrigiert)

Andreas‘ prompte Antwort bringt nachfolgende Argumente, die er vor allem gegen die Argumentationslinie von Jonathan Leeman (Editorial Director of 9Marks) richtete, der die Frage stellte,

Apg 5,29 … weiterlesen

10 Gründe in den Gottesdienst zurückzukommen ….

wenn COVID-19 vorbei ist

13. Juni 2020: David Gundersen

https://www.crossway.org/articles/10-reasons-to-come-back-to-church-after-covid-19/

Warum überhaupt persönliche Treffen?

In den letzten Monaten haben die meisten Gemeinden aufgehört, sich persönlich zu treffen. Eine globale Pandemie, staatliche Vorschriften und der Wunsch, einander und der Gesellschaft zu dienen, haben uns davon abgehalten, uns zu treffen. Stattdessen haben wir „Gottesdienste“ online abgehalten, uns „virtuell“ getroffen und verschiedene Technologien eingesetzt, um uns zu verbinden.

Viele Gemeinden nehmen ihre Treffen jetzt wieder auf oder werden sie bald wieder aufnehmen. Aber diese neuen Gottesdienste fühlen sich seltsam an. Wir sind deutlich empfindlicher geworden, betonen unsere Unterschiede und müssen Einschränkungen und Protokolle ertragen, die unangenehm, unbequem und frustrierend sind. Dann, egal wie sicher wir es machen, einige aus unserer Gemeindefamilie können trotzdem noch nicht kommen.

Vor diesem Hintergrund könnten sich einige Gläubige versucht fühlen, überhaupt nicht mehr zu kommen. Wenn unser Zusammenkommen als Gemeinde so stark eingeschränkt und anders ist als früher, während die Online-Optionen frei verfügbar und bequem sind und unsere physische Präsenz eine mögliche Schwachstelle darstellt, warum sollten wir uns dann überhaupt persönlich treffen?

Dies ist eine berechtigte Frage. Aber bevor wir eine Entscheidung treffen, müssen wir über die Bedeutung unserer Zusammenkünfte nachdenken, damit unser Wunsch, uns zu treffen, wächst, statt dass er verkümmert.

Wenn Sie also nicht jemand sind, der aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben muss, folgen hier zehn Gründe, wieder in den gemeindlichen Gottesdienst zurückzukehren.


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H3 – neue Staffel 2020/21

Anton Alexander von Werner (1877), Luther vor dem Reichstag in Worms
Deckblatt Jahrgang 2020/21

Der erste Jahrgang einer „neuen Staffel“ im Schulungsprogramm H3 – das Trainingsprogramm ‚Hirn, Herz und Hand‘, für junge Mitarbeiter im Münchener Raum – soll (D.V.) Ende September 2020 starten (coronabedingte Möglichkeiten vorausgesetzt); vgl. die Ankündigung im 4. Jahrgang der 1. Staffel: https://brink4u.com/2019/07/20/h3-abgeschlossen/

Nach einem Jahr Denkpause legt das verjüngte Mitarbeiterteam (Männer / Frauen aus den ersten vier Jahrgängen) ein konzeptionell verbessertes Konzept vor.

Zur Stärkung des „Handaspekts“ wird in der 2. Staffel ein „Persönlicher Schwerpunkt“ eingeführt:

Bei dieser H3-Staffel kannst du auf einen der folgenden sechs Schwerpunkte einen besonderen Fokus legen. In diesem Bereich wirst du explizit gefördert, bekommst zusätzlichen Input, spezielle Hausaufgaben und prakti sche Herausforderungen. Wähle einen Schwerpunkt, für den du ein echtes Anliegen hast. Das kann entweder ein Bereich sein, in welchem du bisher schon aktiv bist oder du nutzt die Chance, um mal etwas Neues auszuprobieren.


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Staffelstab – Teil II

Direktlink auf youtube

Im November 2019 wurde in einer deutschlandweite, übergemeindlichen Klausurtagung in Rehe (Westerwald) die Notwendigkeit der Staffelstab-Übergabe vor einer Gruppe von +100 Gemeindeleiter besprochen:

Jetzt im März 2020 fand eine regionale Fortsetzung des Thema unter dem Schwerpunkt der Jugendarbeit statt: Die nächste Generation gewinnen

Nachdem die drei anderen Brüdertage in Siegen, Vielau und Rendsburg wegen der Corona-Epidemie abgesagt werden mussten, können nun hier die Vorträge und Informationen dieses jährlichen Treffens aus Karlsruhe nachgehört bzw. -gelesen werden.

Hier die Tondokumente der Vorträge von Christian Nicko, Lothar Jung und Siegbert Krauss aus der Veranstaltung in Karlsruhe.

Siegbert Krauss: Wie ticken Jugendliche – und was wir als Gemeinde daraus lernen können

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Corona-Gemeinde

Bild von roegger auf Pixabay

Die letzten 2 Wochen haben viele Gemeinden zu Recht überlegt, wie sie ihre Gottesdienste auf eine online-Version umstellen können – und das ist auch gut so. Ebenso wichtig ist es aber, gerade jetzt, nicht zu vergessen, was das Herz der Gemeinde ausmacht. Und das sind nicht in erster Linie – techn. gelungene – Übertragungen von Inhalten, sondern die Pflege der Beziehung (zum Namensgeber von uns Christen und zueinander).

Wir brauchen beides: Technik und Wirklichkeit … – Dazu einige gute Beispiele von Gesunde Gemeinden:

  • Marco Vedder: Corona-feste Gemeinde
    https://www.gesunde-gemeinden.de/artikel/corona-feste-gemeinde/
    Nun sind alle Gottesdienste landesweit verboten. Unsere Regierung trifft radikale Maßnahmen, um die Viren-Ausbreitung zu verlang-samen. Besonders gefährdete Menschen sollen geschützt und unser Gesundheitssystem nicht überlastet werden. Die Lage ist komplex und entwickelt sich schnell. (…) Wie wir als Gemeinde mit dem Thema umgehen, hat aber viel weniger mit unserer virologischen Lagebeurteilung oder unserem Gottvertrauen als mit der Liebe zu unseren Mitmenschen zu tun.
  • Oliver Last: In Verbindung bleiben 
    https://www.gesunde-gemeinden.de/artikel/in-verbindung-bleiben/
    Wie bleiben wir in Verbindung, wenn nur „Abstand Ausdruck von Fürsorge“ (Angela Merkel) ist? Hier einige grundlegende Möglichkeiten dazu. Gerne wollen wir auch von den Erfahrungen lernen, die ihr gesammelt hat. Sendet eure Ideen, Praxiserfahr-ungen und Linktipps gerne an o.last@cj-info.de, damit auch andere davon profitieren können. 
  • Jesse Campbell: Eine Kamera in einem leeren Raum – Hinweise für Online-Prediger
    https://www.gesunde-gemeinden.de/artikel/eine-kamera-in-einem-leeren-raum-hinweise-fuer-online-prediger/
    Diese heidnische Kamera weigerte sich doch beharrlich, mir auch nur mit einem einzigen „Amen!“ zu antworten! Es war meine zweite Woche als Redakteur in einem kalten, dunklen Studio, und ich vermisste plötzlich schmerzlich die lebhaften Reaktionen meiner großen, lebendigen Gemeinde im sonnigen Florida. Das war vor sechs Jahren.

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