Das kann noch was werden …

Ein neuer Stern an Himmel der Blogger:

  • Meine Kollegin Katharina Wallhäußer hat einen Blog gestartet: http://wuestegarten.de
  • Auf brink4u hatte Sie vor allem über Weltreligionen geschrieben (5 Artikel)

In ihrer unnachahmlichen Demut schreibt Sie:

Hier veröffentliche ich Artikel zu Themen und Personen, die mich interessieren, und Büchern, die ich lese.

Das fällt im Wesentlichen in die Bereiche Geschichte, Religion und Philosophie, womit 800px-Adolf_Eichmann_at_Trial1961.jpgnatürlich so gut wie gar nichts gesagt ist. Jeder für sich genommen ist wie ein Ozean, aus dem ich mit einem Fingerhut schöpfe. 🙂
Für keines dieser Themen bin ich soetwas wie ein Experte. Meine Beschäftigung damit entspringt rein privatem Interesse.

Aber lesen Sie selbst, was Sie über Adolf Eichmann und das Böse zu sagen hat!

 

Hier Ihr Artikel „Vom Umsturz einer Weltordnung“ von vor genau einem Jahr!

nto_iacobi2Erasmus‘ Novum Instrumentum omne markiert den Beginn der neutestamentlichen Textkritik, 1. Ausgabe von 1516 (Faksimile)

 

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Die totale Anständigkeit – oder „Ist das Gedicht frauenfeindlich?“

Quelle: https://theoblog.de/ist-das-gedicht-frauenfeindlich/30799/

19. September, 2017

Wenn man in Berlin mit der U5 Richtung Hönow fährt, erreicht man die Alice-Salomon-Hochschule Berlin. Die Einrichtung bildet Sozialarbeiter aus, Kindheitspädagogen, Pflegemanager und Physiotherapeuten. Meist arbeiten Frauen in diesen Berufen. Seit ein paar Jahren vergibt die Hochschule einen Poetik-Preis. Ein Preisträger ist der aus Bolivien stammende und in der Schweiz lebende Dichter Eugen Gomringer. Er ist 92 Jahre alt. Sein Gedicht „avenidas“ steht an der Südfassade der Hochschule in großen Buchstaben. Er hat es der Hochschule überlassen.

Der spanische Text lautet übersetzt:

Alleen / Alleen und Blumen / Blumen / Blumen und Frauen / Alleen / Alleen und Frauen / Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer.

Dieses Gedicht ist inzwischen Gegenstand einer hitzigen Debatte in Berlin. Manche sprechen sogar von einem Kulturkampf. Es begann mit einem Offenen Brief von im Asta organisierten Studenten. Sie beziehen sich in dem Schreiben auf das Gedicht und die U-Bahn-Station auf dem Platz vor der Schule. Sie sagen:

Ein Mann, der auf die Straßen schaut und Blumen und Frauen bewundert. Dieses Gedicht reproduziert nicht nur eine klassische patriarchale Kunsttradition, in der Frauen* ausschließlich die schönen Musen sind, die männliche Künstler zu kreativen Taten inspirieren, es erinnert zudem unangenehm an sexuelle Belästigung, der Frauen* alltäglich ausgesetzt sind.

Weiterlesen Die totale Anständigkeit – oder „Ist das Gedicht frauenfeindlich?“

Die „Ehe für alle“ ist gar nicht für alle …

Heribert Prantl at his best … 03.11 Minuten Kabaret …

Heribert_Prantl_2008_(aka).jpg
Heribert Prantl, deutscher Jurist, Journalist und Publizist, 2008 (wikipedia), free to share

 

Heribert Prantl hat zugeschlagen:

  • unter Verweis auf seinen Dr.-Vater Dieter Schwab referiert er darüber, dass das neue BGB mit seinem „Ehe für alle“ nicht so recht passen will …
  • er stellt fest: „Ehe für alle“ ist gar nicht für alle: denn es fehlen die ca. 100.000 „Intersexuellen“ oder „Diversen“, da das neue Gesetz sagt:„Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen“

Dies ist, so Prantl in Zustimmung zu Schwab, „ein untragbarer Zustand“, da das Gesetz zwingend nach einem „Mann“ oder „Frau“ verlange; das aber sei seit 2013 (Personenstandsgesetz) so nicht mehr möglich – da habe der Gesetzgeber seine eigenen Gesetze noch nicht konsequent zur Kenntnis genommen.

Vielmehr seien folgende Konstellationen zwingend darzustellen:

Ehe gelte zwischen …

  • Mann und Frau
  • Frau und Frau
  • Mann und Mann
  • Intersexuell und Mann
  • Intersexuell und Frau
  • Intersexuell und Intersexuell, …

… erst dann wäre die Änderung des BGB gem. dem seit 2013 geltenden Personenstandsgesetz „konsequent“ umgesetzt!

Zitat: „Um heiraten zu dürfen, muss man eindeutig entweder Mann oder Frau sein. Das ist ungerecht und inkonsequent.“


„Bis 2013 konnte in Deutschland in das Geburtenregister nur „männlich“ oder „weiblich“ eingetragen werden. Diesen Zwang zur Festlegung des Geschlechts wertete der Deutsche Ethikrat als einen nicht zu rechtfertigenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht und das Recht auf Gleichbehandlung Intersexueller gem. Art. 3 Abs. 3 des Grundgesetzes.

Mit Wirkung zum 1. November 2013 änderte daraufhin der Deutsche Bundestag § 22 Abs. 3 des PStG. „Kann das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstandsfall seitdem ohne eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen.“

Die Eintragung eines Intersexuellen im Geburtenregister als „inter“ oder „divers“ lässt das Gesetz hingegen nicht zu.“

Links zu Wahlprogrammen

Bundestagswahl am 24.09.2017

Falls jemand dazu kommt, sich substantiell zu informieren – statt sich manipulieren zu alssen-, hier die Wahlprogramme der Parteien, die vsstl. im Bundestag landen werden:

Komisch, die pdf von den Grünen ging am langsamsten auf … – obwohl ausdrücklich „barrierefrei“ …  😉

 

„Politisch korrekte Monokultur“

Der Google-Entwickler James Damore hat die Dominanz der Männer in der Tech-Branche mit biologischen Unterschieden erklärt. Das hat ihn nun seinen Job gekostet. Der entlassene Google-Mitarbeiter überlegt allerdings, juristisch gegen seinen Rauswurf vorzugehen. Das ist gut so! Die FAZ berichtet:

Der Mann, bei dem es sich mehreren Berichten zufolge um einen Softwareentwickler handeln soll, hatte ein Dokument verfasst, in dem er unter anderem die Meinung vertrat, Frauen seien biologisch weniger für den Erfolg in der Technologieindustrie geeignet als Männer. Er schrieb außerdem, Frauen seien im Schnitt neurotischer als Männer und mehr „auf Gefühle und Ästhetik als Ideen ausgerichtet“. Er nannte Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen einen „Mythos“.

Weiterlesen „Politisch korrekte Monokultur“

Agent*In

Da haben sich die Grünen wieder was einfallen lassen:

Die Agent*In – ein Antifeminismus-kritisches Online-Lexikon. Das ganze Projekt läuft unter dem Dach der Heinrich-Böll-Stiftung und wird – so darf vermutet werden – mit öffentlichen Geldern gefördert.

Und worum geht es inhaltlich? Die Antwort der Betreiber:

Die gesellschaftliche Polarisierung zwischen autoritär orientierten Parteien und Gruppierungen und emanzipatorischen Kräften, die eine offene und liberale Gesellschaft mit all ihren Errungenschaften verteidigen wollen, nimmt zu. Mittendrin können wir seit Jahren Antifeminismus beobachten, der als verbindendes Element, als Kitt zwischen (national)konservativen, rechtspopulistischen bis hin zu rechtsextremen Einstellungen und Politiken fungiert und die Brücke in die sogenannte Mitte der Gesellschaft bildet. In dieser sind antifeministische Positionen gleichfalls verankert. Islamfeindlichkeit, Homophobie und Ablehnung von ‚Gender-Ideologie‘ verbinden eine bunte Mischung von Rechtsaußenparteien, Gruppierungen und fundamentalistischen Bewegungen in ganz Europa und über die Grenzen Europas hinaus. In Deutschland gehören zu diesem Spektrum u.a. die AfD, Pegida, HogeSa, Besorgte Eltern, Demo für alle, die Zivile Koalition, sogenannte Lebensschützer oder christlich-fundamentalistische Organisationen und Gruppierungen der Neuen Rechten. Diese antifeministischen, geschlechtskonservativen und mitunter rassistischen Kreise mobilisieren z.T. schon seit Jahren auf europäischer und nationalstaatlicher Ebene gegen Gleichstellungspolitik und emanzipative Geschlechterbewegungen wie auch gegen die Geschlechterforschung. Durch Demonstrationen, sprachliche Subversion und Aktionen, die sich z.B. gegen „Gender-Wahn“ oder die „Frühsexualisierung unserer Kinder“ richten sowie gezielte Tabubrüche wollen sie Einfluss auf den öffentlichen Diskurs nehmen. Unterstützung erhalten diese Gruppierungen u.a. von (ultra)konservativen Publizist_innen. Der Blick auf Leitmedien, Talkshows und Bestsellerlisten zeigt, dass der Einfluss von Anti-Feminist*innen in den letzten Jahren stärker geworden ist. Egal ob es sich um die Thematisierung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Gesellschaft, in Schulen oder in den Gender Studies handelt oder um Familien- und Rollenvorstellungen – der Protest richtet sich stets gegen post-essentialistische Sexualitäts- und Genderkonzepte.

Aufgebaut ist das wie eine „Täterdatei“. Hat jemand gegen Gender-Mainstream Stellung bezogen, etwa in einem Vortrag oder einem Buch, wird das im „Lexikon“ entsprechend vermerkt. Zu finden sind beispielsweise Einträge zu Rolf Hille, Stephan Holthaus, Daniel von Wachter oder auch das Netzwerk für „Bibel und Bekenntnis“. Sogar Harald Marteinstein, ein langjähriger Wähler der Grünen, wurde als NPD-nah eingestuft, weil er sich in der ZEIT kritisch zum Gender-Mainstream geäußert hatte.

Eine Stellungnahme gegen Abtreibung oder die Frühsexualisierung in den Schulen wird so als „gezielter Tabubruch“ hingestellt. Bedeutungsumkehr. Wir merken: Es geht nicht um den Austausch von Argumenten, sondern um eine neue Form der Inquisition. Ich frage mich, ob der Tag kommen wird, an dem die Aktivistinnen Leute dazu verpflichten wollen, einen Sticker zu tragen, weil sie antifeministische Positionen vertreten.

Wird Christian Ude konservativ …?

Christian Ude stellt in der Münchener VHS sein Buch vor.
Christian Ude stellt in der Münchener VHS sein Buch vor.

Quelle: MVHS/Alescha Birkenholz

Peter Issig hat in der WELT vom 12.07.2017 ein Portrait von Christian Ude anläßlich seines Buches „Die Alternative oder: Macht endlich Politik!“ gezeichnet, dass sich für bekennende Konservative spannend liest, weil man sich die Frage stellt, ob Ude als elder statement einfach nur altersgemäß konservativ geworden ist, oder ob es tatsächlich ein dejavu-Erlebnis aus den 70-iger Jahren (mit umgekehrten Vorzeichen) gibt, wenn er schreibt:

Christian Ude fühlt sich an die Zeiten von Studentenprotest und Radikalenerlass in den 70er-Jahren erinnert: „Damals hieß es: Ein vernünftiger Satz und schon bist Du Kommunist. Jetzt stellt man eine kritische Frage, und schon landet man in der rechten Ecke.“ Dort will er aber überhaupt nicht hin. Der Münchner Alt-Oberbürgermeister ist seiner SPD und dem bürgerlich-linken Milieu nach wie vor verbunden – konfrontiert dieses Lager aber mit ein paar politischen Lebenslügen.

Die Reaktion auf das Engagement des prominenten Polit-Rentners, der München lange Zeit mit rot-grüner Mehrheit regierte, ist entsprechend ambivalent: „In den internen Gremien ist man voller Entrüstung. In der Öffentlichkeit drucksen sie herum, weil sie noch keine Zeile gelesen haben. Und von der Basis bekomme ich Zustimmung wie seit meinen Oberbürgermeister-Wahlkämpfen nicht mehr“, sagte Ude der WELT.

Schon das Wort Alternative im Buchtitel schlägt den Bogen zur Partei Frauke Petrys und Alexander Gaulands. Von einer Provokation will Ude aber nichts wissen. Ganz unbescheiden beruft er sich auf zwei frühere Werke aus dem linken politischen Spektrum: 1961 schrieb Martin Walser „Die Alternative oder: Brauchen wir eine neue Regierung?“ 1965 knüpfte Hans-Werner Richter, die graue Eminenz der „Gruppe 47“, daran an: „Plädoyer für eine neue Regierung oder: Keine Alternative.“ Ude sieht sich in dieser Tradition, er wendet sich gegen „Stillstand und Resignation“ in der Politik. Verantwortlich macht er dafür vor allem die Politik der Alternativlosigkeit, das Markenzeichen von Kanzlerin Angela Merkel.

Hier der ganze Artikel!

Wohlstandsnarzissmus

Aus dem TheoBlog, von Ron Kubsch, 18.06.2017

Der SPIEGEL beschreibt, wie der Grünen-Abgeordnete Volker Beck beim Parteitag erzwungen hat, die „Ehe für alle“ programmatisch festzuschreiben. Nicht alle Grünen sind begeistert, aber nun ist es klar: „Mit uns wird es keinen Koalitionsvertrag ohne die Ehe für alle geben“, heißt es im Programm der Grünen für die Bundestagswahl 2017. Eine geile und tolle Partei! Es wäre geradezu irre, wenn sie an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten und es somit erst gar nicht zu Koalitionsverhandlungen käme.

Im Blick auf die „Ehe für alle“ würde das allerdings nicht viel bringen, denn hinter solchen programmatischen Slogans und dem Genderismus steckt eine implantierte Ideologie, die längst auch die anderen Parteien erfasst hat. Der Philosoph und Wissenschaftsjournalist Alexander Grau hat sich an eine Deutung solcher spätmodernen „Entgrenzungsbestrebungen“ gewagt und bringt sie mit dem Wohlstandsnarzissmus in Verbindung. „Ganz nach dem Lied aus Pippi Langstrumpf: ‚Ich mach’ mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt.‘“

Hier ein Auszug:

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Für das Leben …?!

Für das Leben, und keiner merkt was:
Die Kirchen veranstalten eine Woche für die Katz

von PETER WINNEMÖLLER

Es ist Woche für das Leben. Und wer merkt etwas davon? Keiner! Es ist eine Woche für die Katz, für nichts, vergeblich. Kaum eine Pfarrei macht noch mit. Die Eröffnung in diesem Jahr in Kassel fand (fast) unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Zwar war die Eröffnung mit „Plisch und Plum2.0“ (auch bekannt als Kardinal Marx und Bischof Bedford-Strohm) durchaus prominent besetzt. Das Presseecho dagegen ist spärlich. Ein paar der Kirche nahe stehende oder nicht ganz feindlich gesinnte Medien bringen gerade noch eine Meldung zu Wege, meist eine recht oberflächlich gehaltene Agenturmeldung. Kommentare oder Hintergrund sucht man vergeblich. Löbliche Ausnahmen bestätigen die Regel.

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Jagd auf Professoren …

Professoren sehen sich verstärkt Anfeindungen aus der Studentenschaft ausgesetzt. Der Vorwurf: Sie sollen rechtsradikal, militaristisch oder sexistisch sein.

Der Fall des Historikers Jörg Baberowski zeigt, wohin es führt, wenn man für seine politische Meinung an den Pranger gestellt wird. Er wurde von linken Aktivisten systematisch denunziert.

Der Schriftsteller Klaus-Rüdiger Mai schreibt für CICERO:

Diese fortwährenden Angriffe könnten bei vorsichtigeren Naturen unter den Professoren aber dazu führen, dass sie beginnen, ihre Literaturlisten und Vorlesungen in vorauseilendem Gehorsam selbst zu zensieren. Damit würde freilich das Ende der Freiheit von Lehre und Forschung einsetzen. Diese Gefahr machte die Stellungnahme des Präsidiums der HU im Grunde längst überfällig.

Doch der Vorgang hat eine wesentlich tiefere Dimension. Zu fragen ist nach dem gesellschaftlichen Klima, das inzwischen Denunziation und Verächtlichmachung, Zensur und Selbstzensur zu Attributen des Guten und Gerechten macht.