Eklat um ‘Kopftuchkonferenz’

Schon lange nicht mehr Ron Kubsch zitiert …

„Eigentlich sollten Universitäten Orte der freien Rede und des freien Denkens sein, doch das scheint zunehmend schwierig zu sein“, heißt es in einem Artikel von Heike Schmoll über eine Konferenz zum Thema „Das islamische Kopftuch“. Frankfurter Studenten kämpfen im Netz gegen die Veranstaltung und fordern die Absetzung der Ethnologin Susanne Schröter. Sie setzen Kritik am Kopftuch mit Rassismus gleich.

Nur gut, dass sich die Präsidentin der Universität hinter Frau Schröter und die divers besetzte Konferenz stellt.

„Äußerungen wie ,Schröter_raus‘ stehen außerhalb jeglichen sowohl wissenschaftlichen als auch demokratischen Diskurses. Sie sind daher inakzeptabel. Solche Äußerungen haben nichts mit den Qualitätsansprüchen eines akademischen Diskurses zu tun und sind allen, die sich als Mitglieder unserer Universität bezeichnen, unwürdig. Ich kann nur dazu aufrufen, verunglimpfende, beleidigende und hetzerische Kommentare weiterhin bei Instagram und gegebenenfalls anderen derartigen Plattformen zu melden“, so die Präsidentin. „Eine Hochschule ist ein Ort des wissenschaftlichen Diskurses. Ein solcher Diskurs findet auf der Grundlage der Freiheit der Wissenschaft statt. Forderungen nach einem Ausschluss von der Hochschule stehen dem entgegen“, teilte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration der F.A.Z. mit. Grundlagen der argumentativen Auseinandersetzung seien das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und die Freiheit der Wissenschaft, so das Ministerium.

nonbiblipedia

100 beliebtesten Bücher …

Nachdem ich auf den Re-Blog von ‘Tikis Abschied‘ von tintenhain einen Like in wordpress bekam, habe ich dort die unten genannte Liste der “100 beliebtesten Bücher der Deutschen” gefunden (darf man das noch so sagen …?).

Die ursprüngliche Liste stammt vom ZDF in der Umfrage “Das große Lesen“, (2004) bei der 250 000 Stimmen berücksichtigt wurden. tintenhain ergänzte diese mit der Liste der BBC The Big Read” (2003).

Interessant ist, dass die Bibel (in der dt. Fassung) den 2. Platz einnimmt, und mit J.R.R. Tolkiens “Herr der Ringe” nur von einem quasi-religiösen Buch eines bewussten Katholiken (der C.S. Lewis half, sich als Agnostiker / Theisten dem Christentum zuzuwenden: vgl. inklings) übertrumpft wird.

Die ersten 20 Bücher aus der Liste bei tintenhain:

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Münchner Symposium

Bild: https://demofueralle.blog

Ergänzung 15.03.2019 (pers. Bericht K. Giebel, München)

 

Hier nun, wie angekündigt, eine Zusammenfassung des Münchner Symposium »Elternrecht versus Staat: Wohin führen „Kinderrechte“ im Grundgesetz?« von ‘Demo für alle’ mit einer kleinen Presseschau und den bisher veröffentlichten Videos der Vorträge vom 23.02.2019.
Mittlerweile weiß man auch um den Veranstaltungsort: die alte Wappenhalle auf dem Messegelände im Münchner Osten.

Auch wenn im Blog von Klaus Kelle ein ‘g’ gefehlt hat, war seine nächtliche Feststellung auf der Kirchtruderinger Straße in München – für einen westfälischen Konservativen – erfrischend spritzig: Die Linken sind auch nicht mehr das, was sie mal waren”

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Tikis Abschied

Als Buchhändler in München-Neuhausen (nordwestlich der ‘Donnersberger Brücke’) hatten wir natürlich ‘Tikis’ Bücher aus dem Claudius-Verlag, aus dem gleichen Stadtteil (nordöstlich der ‘Donnersberger Brücke’) im Regal.
Sicher: als ‘christliche Fachbuchhandlung’ im evangelikalen Sinn war man zunehmend über die Inhalte irritiert, hat es aber doch meist als kreative Ausdrucksform protestantischer Frömmigkeit à la ‘Tiki’ abgetan … – das ist mittlerweile 15 Jahre her

Gestern hat Ron Kubsch nun im Theoblog den altersbedingten Abschied von Werner Küstenmacher ‘als Prediger bei der Evangelischen Morgenfeier’ des BR wie folgt kommentiert:

In gewohnt kreativer Weise hat sich Werner Küstenmacher (Tiki) bei der Evangelische Morgenfeier verabschiedet. Nicht nur das. Der Pfarrer sprach offen über seine Abschiede vom dem christlichen Glauben, der uns ein für allemal überliefert ist (vgl. Jud 3).

(…)

 

Ich empfehle, die Sendung nachzuhören und herauszuschälen, wie im Namen von Vernunft und Menschlichkeit das Evangelium völlig umgedeutet und so weit entleert wird, dass es nur eine trügerische Hoffnung vermittelt.

Dort findet sich auch der Radio-Mitschnitt der ‘Evangelischen Morgenfeier’ …

Zudem hat der Theoblog seinerzeit eine Kommentierung und Buchbesprechung von Dr. Falko Hornschuch zu ‘Gott 9.0’ vorgelegt.

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Kinderrechte im GG …

Am 23. Februar tagt in München ein hochkarätig besetztes Symposium »Elternrecht versus Staat: Wohin führen „Kinderrechte“ im Grundgesetz?«

Interessanter Weise muss der Veranstaltungsort geheim bleiben (man erfährt wohl erst nach der persönlichen Anmeldung den Ort): zu stark ist die Gefahr, dass die Meinungsfreiheit von entsprechend ausgerichteten Gruppen verhindert wird …

“Es erwarten Sie interessante Vorträge u.a. von Prof. Dr. Jörg Benedict, Prof. Dr. Thomas Stark und eine spannende Podiumsdiskussion moderiert von Klaus Kelle.”

Wir werden im Nachgang hier berichten. vgl. auf brink4u

bei uns kommt der Strom aus …

… der Steckdose!

Kürzlich stieß ich beruflich auf eine sehr interessante Webseite:

http://www.electricitymap.org

Der mir die Seite zeigte war einer dieser „angry white men“ (Nein, das ist natürlich nicht diskriminierend …) – zugegeben: ein Mensch, der knapp 40 Jahre Erfahrung im Kraftwerksbau hatte … – ganz schlimm! Sicher einer, der Geld machen wollte, mit unserer Grundversorgung …
Diese Karte zeigt die Energieförderung und den Energiebedarf (vor allem in Europa) – sozusagen im „Stundentakt“ … – im Abgleich mit den Emmissionen: gCO2 eq/kWh.

  • in Deutschland lagen wir diese Woche übrigens tagsüber bei bei ca. 340 gCO2 (= dunkel-beige, am 12.02.2019, abends 18:00 Uhr bei 450 gCO2, in der Nacht auf den 13.02.2019 bei 320 gCO2);
  • während ‘Erzfeind Frankreich’ (oder etwa nicht? > kommt nicht nach München zur ‘Sicherheitskonferenz’, will uns im Kriegsfall nicht seinen ‘atomaren Schutzschirm’ schenken …), meist bei Mitte 80 gCO2 lag (= hellgrün, am 12.02.2019, abends 18:00 Uhr bei 90 gCO2, in der Nacht auf den 13.02.2019 bei 70 gCO2).

Dreimal darf man raten warum …

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Sexuelle Gewalt: Prävention

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In dem folgenden Beitrag berichtet Rahab‘s Hope über eine Möglichkeit der Prävention gegen sexuelle Gewalt und den Einstieg in die Prostitution.

Im vergangenen Jahr haben wir mit Material aus dem Programm „Liebe ohne Zwang“ vom Netzwerk gegen Menschenhandel gearbeitet. Es handelt sich um Informationen mit Leitfäden und konkreten Vorschlägen für Workshops mit Schulklassen oder Jugendgruppen, um über die „Loverboy“-Methode aufzuklären und möglicherweise betroffenen Jugendlichen Hilfe anzubieten. Mit Hilfe dieses Materials können sich Lehrer und Lehrerinnen in einem überschaubaren Rahmen engagieren, ohne dass sie sich über ihre sonstige Tätigkeit hinaus einer Organisation oder einem speziellen Verein anschließen müssen. Grundlage für eine solche Präventionsarbeit an Schulen bietet die bundesweite Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“. Mit dem folgenden Bericht einer Mitarbeiterin von Rahab‘s Hope e.V. möchten wir dazu ermutigen, dass gerade Lehrer dieses Präventionsangebot im Rahmen ihrer Möglichkeiten nutzen.

 

Im Rahmen einer Schulprojektwoche in der allerletzten Schulwoche im Juli, in der ein sehr bunt gemischtes Programm von Tanzen über Brettspiele, Fotografie, Fair Trade, Schminken usw. von Lehrern und Schülern für Schüler angeboten und auszuwählen war, konnte ich Workshops zum Thema „Loverboys“ anbieten. Der Zeitrahmen war relativ offen (zwischen drei Schulstunden und zwei Schulvormittagen) und ich entschied mich für zwei Workshops mit jeweils drei Schulstunden. Angemeldet haben sich für jeden Workshop 10 -12 Schüler (30% männlich) der 8. bis 11. Jahrgangsstufe.

In erster Linie habe ich mit dem Material “Liebe ohne Zwang” von Shannon von Scheele vom Netzwerk gegen Menschenhandel gearbeitet. Das Thema wird in vier Teilen entlang einer Beispielgeschichte entwickelt, die man vorlesen oder frei erzählen kann, wobei entsprechendes, gutes und direkt einsetzbares Arbeitsmaterial die Schüler zum Analysieren, Nachdenken und Diskutieren anregt. Das war für meine Vorbereitung eine enorme Hilfe.

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Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen …

Rolf Hille hat zu dem herausfordernden Buch von Ulrich Parzany eine Buchbesprechung auf Bibel und Bekenntnis veröffentlicht:


Prof. Dr. Rolf Hille: Literaturbericht zu „Ulrich Parzany, Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Ein Appell zum mutigen Bekenntnis“

08.09.2018„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“. Mit diesem Zitat aus Apg 5,29 appelliert der Vorsitzende des Netzwerkes „Bibel und Bekenntnis“, Pfarrer Ulrich Parzany, an alle Verantwortlichen in Kirche und Gesellschaft. Es geht in einer Zeit, in der Christen in der Gefahr stehen, sich aus Angst hinter Kirchenmauern zurückziehen, darum zum mutigen Bekenntnis aufzurufen.

In seiner Einleitung beschreibt der Autor schonungslos, wie kritische Zeitgenossen Gottes Gebote missachten und die Bibel grundsätzlich infrage stellen. Stattdessen jagt die westliche Welt dem Wohlstand und Vergnügen nach und hält Gottes Wort für wenig plausibel. Selbst wenn man die 60% der Bevölkerung, die sich noch zu einer der großen christlichen Kirchen halten, anschaut, dann verdunstet doch der Einfluss des christlichen Glaubens auf allen Ebenen der Gesellschaft. Die Kirche bietet ein zerrissenes und verunsichertes Bild. Gibt es noch Orientierung?

Genau darum geht es Parzany in diesem 192 Seiten umfassenden Appell an die Öffentlichkeit in Kirche und Welt.

Ulrich Parzany, Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen – Ein Appell zum mutigen Bekenntnis, gebunden, 192 Seiten mit Schutzumschlag, SCM Hänssler, Sept. 2018 (ISBN 3-7751-5883-1), Preis: 16,99 Euro.

Hier ein Kurzfilm zur Vorstellung des Buches.

 

 

 

 

 

Meinungsfreiheit adé?

rough-sea-2624054_1920.jpgVor kurzem hat die ZEIT einen Meinungsartikel gebracht, in dem Mariam Lau die Frage kritisch betrachtet, inwieweit die privaten, bzw. NGO-Rettungsschiffe das Flüchtlingsproblem (die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer) ggf. verstärkt.

Die Kritik der (noch herrschenden) linken Meinungsmacht in der Presse war so scharf, dass sich die ZEIT genötigt sah die Reißleine zu ziehen und sich faktisch zu entschuldigen:

Was haben wir gelernt? Das Jahrhundertthema Flucht setzt Europa unter hohen moralischen und politischen Druck, es fordert auch unseren Journalismus ungemein. Wir haben uns vorgenommen, es in Zukunft wieder besser zu machen.

Anstatt die Redakteurin zu schützen, ggf. Mißverständnisse zu klären und so die Meinungsfreiheit zu verteidigen, sah sich die Chefredaktion genötigt zurückzurudern …

Der grüne OB Boris Palmer (Tübingen; https://www.zeit.de/2018/30/private-seenotrettung-pro-contra-zeit-debattegen) hat in FB (wieder mal) in einen hilfreichen Artikel die gesellschaftspolitischen Folgen aufgezeigt; er kommentiert den 2. ZEIT-Artikel unter dem Motto “Entschuldigungsrituale und böswillige Missverständnisse“:

Der Text von Mariam Lau hat glasklar dafür plädiert, sich der Kehrseite eine privaten Seenotrettung bewusst zu werden, die wesentlich dazu geführt hat, dass Italien heute eine nahezu verrückte Regierung hat, die nicht nur alle Häfen sperrt, sondern Europa gefährdet und gemeinsam mit anderen rechten Regierungen an einer Festung Europa arbeitet, in der man nebenbei mal die Sinti zählen kann.

Mit keinem Wort wurde in diesem Beitrag angedeutet, dass man die Menschen im Meer ertrinken lassen soll. Es war ein Plädoyer für eine staatlich organisierte Kontrolle des Mittelmeers mit dem Ziel, niemand mehr ertrinken zu lassen. Denn was die privaten Seenotretter übersehen ist eben, dass sie zwar viele retten, aber auch viele ertrinken, weil sie in der Hoffnung auf Rettungsschiffe in Boote steigen, die niemals wieder an Land kommen können. Das geht eben nicht immer gut.

Wenn die Chefredaktion sich nun für etwas entschuldigt, dass nicht da stand, das offenkundig nicht gemeint war, von dem sie selbst nochmals beteuert, dass niemand meint, und das nur dazu diente, die Kritik an jeder Kritik der Seenotrettung mit moralischer Wucht auszustatten, auf dass sie für immer verstumme, dann muss man der Chefredaktion in ihrer eigenen Logik auch einen Vorwurf machen, wie ihr Text verstanden werden kann:

Mariam Lau, die Autorin, ist in den letzten sieben Tagen nicht nur von moralischen Fundamentalisten beinahe gesteinigt worden, es ging hin bis zu offen Tötungsaufrufen und übelsten Beleidigungen. Indem die Chefredaktion dazu nicht ein Wort sagt, könnte man schlussfolgern, dass sie das hinnimmt. Mehr noch. Man könnte sagen, eine Chefredaktion billigt übelste Angriffe auf die eigene Redaktion, wenn sie sich bei empfindlichen Lesern entschuldigt, die angeblich nicht in der Lage sind, zu erkennen, dass niemand vorgeschlagen hat, Menschen ertrinken zu lassen, aber kein Wort findet, um diese Angriffe zurück zu weisen. Und da es in dieser Debatte mal wieder darum geht, dass Leser empört waren, frage ich: Wo bleibt die Empörung über die Empörten, denen jedes Mittel Recht ist, um andere Meinungen als ihre eigene in den Dreck zu ziehen?

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zunehmend verspätete Einschulung

school-1665534_1920Quelle: https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/pullach-ort29321/landkreis-immer-mehr-kinder-werden-spaeter-eingeschult-9917037.html, Aktualisiert: 01.06.18 17:19

Stefan Weinzierl hat im Online-Portal des Münchner Merkurs einen lesenswerten Artikel über auffällige Entwicklungen im Landkreis München bzgl. des verschobenen Starts der Einschulung beschrieben (Printausgabe vom 02./03.06.2018).

 

Hier ein Auszug (Hervorhebung vom Verfasser):

Immer mehr Kinder im Landkreis, die aufgrund ihres Alters eigentlich schulpflichtig sind, bleiben ein Jahr länger im Kindergarten. Diesen Trend bestätigt Schulamtsdirektorin Sigrid Binder. Auch eine weitere Entwicklung ist unübersehbar: Schulanfänger zeigen immer häufiger ein sozial auffälliges Verhalten.

(…) Doch warum gibt es plötzlich so viele Rücksteller? Binder beobachtete bereits bei der Umstellung vom neun- zum achtstufigen Gymnasium (G8) einen ersten Anstieg.

(…) Doch das lernintensive G8 ist wohl längst nicht mehr der alleinige Grund dafür, dass viele Kinder erst ein Jahr später zum ersten Mal die Schulbank drücken. Laut Binder gebe es unabhängig von den Zurückstellungen immer mehr Kinder, bei denen während der Schuleinschreibung ein auffälliges Verhalten zu erkennen sei. Neben mangelnden Sprachkenntnissen gehe es dabei vor allem um Auffälligkeiten im sozialen und emotionalen Bereich.

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