Boualem Sansal und das Aufsprengen der Gesellschaft

 „Der Islam wird unsere Gesellschaft aufsprengen“

Droht Europa die Islamisierung? In seinem Roman „2084. Das Ende der Welt“ erzählt der Algerier Boualem Sansal *) von einer muslimischen Glaubensdiktatur. Eine spezielle Warnung hat er für Deutschland.

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Sonntagfrüh, neun Uhr. Es regnet in Strömen in Paris. Boualem Sansal, 66, hat trotzdem die Metro genommen. Wir treffen uns in meinem stillen Büro in einem Hinterhof im Marais. „Schön haben Sie’s hier“, sagt er, dann setzt er sich an den runden Tisch, um eine Welt zu beschreiben, in der es keine Schönheit mehr gibt, nur noch Fanatismus. Seinen Pferdeschwanz, mit dem er wie ein Indianer aussah, hat er abgeschnitten. Gestern war er in Warschau, morgen zieht er schon wieder weiter. Noch nie, erzählt er, sei er wegen eines Buches so lange unterwegs gewesen. Er schaffe es kaum noch nach Hause in Algerien. „2084. Das Ende der Welt“ ist der Titel seines jüngsten Romans. Nach dem Vorbild von Orwells „1984“ beschreibt Boualem eine Glaubensdiktatur. Es ist der radikale Islam, der die Macht übernommen und alle Erinnerungen an die Zeit davor ausgelöscht hat.

Welt am Sonntag: Monsieur Sansal, Ihr Buch ist sehr düster. Bei Orwell gibt es wenigstens eine Liebesgeschichte.

Boualem Sansal: Ich wollte auch etwas Aufmunterndes. Aber in dieser Welt des Islamismus wäre die Liebe unglaubwürdig gewesen. Orwell mag ein atheistischer Kommunist gewesen sein, sein Vorstellungsvermögen war christlich geprägt. Im Christentum strukturiert die Liebe das Leben.

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neue Artikel auf brink4u

Neuheit

Links auf Artikel die neu sind:

Stefan Jupe über die Eigenschaften Gottes (I+II): https://brink4u.com/artikel/bibel-themen/theology-proper/die-eigenschaften-gottes/
Uwe Brinkmann mit einer Predigt über „Das Schweigen Gottes“:
https://brink4u.files.wordpress.com/2015/12/pr160501-wenn-gott-schweigt_hiob-12_cgush.pdf

ein pointierter Artikel von Thomas Spahn zur SPD-Rhethorik in Sachen Religion:
https://brink4u.com/artikel/gesellschaft/der-faktencheck-zum-faktencheck-die-spd-wird-zur-scharia-partei/

Aus dem Theoblog von Ron Kubsch

Türkei: Mord an Christen ist für Staatsanwälte kein Terror

Am 18. April 2007 hatten fünf junge Männer in der osttürkischen Provinzhauptstadt Malatya drei Christen grausam ermordet und wurden auf frischer Tat von der Polizei festgenommen. Necati Aydın, Uğur Yüksel und der Deutsche Tilmann Geske hatten sich in den Räumen des evangelischen Zirve-Verlages mit ein paar jungen Männern, die Interesse am christlichen Glauben bekundet hatten, über einige Wochen hinweg zum Bibelstudium getroffen. Dies war offenbar nur ein Vorwand, um sich das Vertrauen der späteren Opfer zu erschleichen.

Obwohl die Taten politisch motiviert waren, ließ man den Terrorverdacht jetzt fallen. Deniz Yücel hat für DIE WELT berichtet:

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Die tödliche Rolle des Koran in der Inspiration des belgischen Gemetzels

jihadist

Ravi Zacharias (rzim.org) hat dem am 22.03.2016 in USA Today veröffentlichten Artikel seines Kollegen Nabeel Qureshi wie folgt kommentiert:

Mein Kollege Nabeel Qureshi hat eine  lesenswerte Kolummne in USA TODAY über die Frage veröffentlicht warum friedliebende Muslime zu einen radikalen Islam hingezogen werden und wie unsere Heransgehensweise in diesen schwieriegen Zeiten sein sollte.

Zitat: „Um die Radikalisierung effektiv zu konfrontieren, müssen unsere „Werkzeuge“ gleichermaßen „ideologisch“, um nicht zu sagen theologisch sein. Aus diesem Grund habe ich gesagt, dass die Vorstellung von alternativen Weltauffassungen ggü. Muslimen einer der besten Methoden ist, um die Radikalisierung anzusprechen.“

Dass das Problem im weitesten Sinne (auch) „theologisch“ angegangen werden muss, korrespondiert mit der Aussage des bayrischen Ex-Innenminister G. Beckstein in der „Münchner Runde“ am 23.03.2016 („Terrorgefahr: Was passiert nach Brüssel?“): er führte zu Recht aus, dass die Frage der Radikalisierung junger Muslime nicht nur mit erfahrener Ablehnung, oder sozialem Abstieg zu tun hat, sondern religiös begründet werden muss (so falsch wir die Begründung auch empfinden mögen …).

Hier der Artikel:

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Die Angst der Terroristen

von Michael Kotsch in FB:
https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/680937842045997

Die Angst der Terroristen

Jeder Gläubige einer beliebigen Religion ist genervt, wenn andere über die Dinge ablästern, die ihm selbst ganz besonders wichtig und heilig sind. Die Reaktionen auf solche Verletzungen fallen allerdings ziemlich unterschiedlich aus. Das lässt zumeist auch einen gewissen Rückschluss auf das jeweilige Gottesbild zu.

Selbstverständlich sind überzeugte Christen enttäuscht und verletzt, wenn sie wieder einmal von militanten Linken oder Atheisten vorgeführt und mit frei erfundenen Vorwürfen fertig gemacht werden.

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#JeSuisKenyan (pro-medienmagazin)

Weltweit | 10.04.2015

Der Hashtag #JeSuisKenyan symbolisiert auf Twitter Solidarität mit den Terroropfern von Garissa

Der Hashtag #JeSuisKenyan symbolisiert auf Twitter Solidarität mit den Terroropfern von Garissa
Foto: Dmitri Markine Photography | CC BY 3.0

„Je suis Kenyan“ ?

Bei einem Terroranschlag in Kenia sind vor Ostern mindestens 152 junge Menschen getötet worden. Unter den Opfern sind nach Angaben der Studentenmission in Deutschland (SMD) zahlreiche christliche Studenten. Anders als bei den Anschlägen in Paris reagieren die sozialen Medien zögerlich mit Solidaritätsbekundungen.

Am Gründonnerstag der vergangenen Woche hat die islamistische Al-Shabaab-Miliz einen Terroranschlag auf die Universität in der kenianischen Stadt Garissa verübt und mindestens 152 Menschen getötet. Bei dem Attentat kamen laut verschiedenen Medienberichten 142 Studenten mit vorwiegend christlichem Hintergrund ums Leben. Die Attentäter hatten gezielt Christen umgebracht.

Im Gegensatz zum Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo im Januar findet der Anschlag auf die Studenten in Kenia deutlich weniger Beachtung in den sozialen Medien. Bei den Anschlägen von Paris hatte sich das Motto „Je suis Charlie“ weltweit in kürzester Zeit über das Internet in sozialen Netzwerken und als Hashtag #JeSuisCharlie über den Micro-Bloggingdienst Twitter verbreitet und eine Welle der Solidarität ausgelöst. Nicht so bei dem Anschlag von Garissa. Auf der Internetplattform Twitter bekunden bislang deutlich weniger Nutzer mit dem Hashtag #JeSuisKenyan ihre Solidarität mit den afrikanischen Studenten. Der Hashtag ist nach Angaben des Branchendienstes Topsy seit dem Anschlag bislang in rund 47.000 Tweets gesetzt worden. Zum Vergleich: Vom 11. März bis zum 10. April, also etwa zwei Monate nach den Anschlägen in Paris, wurde der Hashtag #JeSuisCharlie noch in mehr als 82.000 Tweets gesetzt.

Der französische Premierminister Manuel Valls hatte früh seine Solidarität mit den Opfern in Kenia bekundet. Er teilte am Ostermontag über seinen offiziellen Twitter-Account den Hashtag #JeSuisKenyan versehen mit einem gleichlautenden Bild. Auf der Internetplattform Twitter kritisieren unterdessen viele Nutzer, dass die Toten in Kenia weniger Aufmerksamkeit und Solidarität erhalten als die Opfer des Anschlages auf Charlie Hebdo. Viele der Kritiker verbreiten nach Angaben der französischen Tageszeitung Le Monde vom Donnerstag ihren Unmut über die vermeintlich mangelnde Solidarität mit den Hashtags #148notjustanumber (sprich: „148 ist nicht nur eine Zahl“) und #TheyHaveNames (sprich: „Sie haben Namen“).

Unter den Opfern sind nach Angaben der Studentenmission in Deutschland (SMD) auch zahlreiche Studenten der kenianischen Partnerorganisation „FOCUS Kenya“. Demnach wollten sich die Studenten an dem Tag des Anschlags zu einer Gebetsversammlung auf dem Campus treffen. Der Generalsekretär von FOCUS Kenya, George Odhiambo Ogalo, sagte angesichts der Tragödie und der zahlreichen Opfer am Donnerstag auf Anfrage von pro: „Mitten in diesem Auftreten von Finsternis scheint das Licht des Herrn, wenn wir Stück für Stück Überlebensberichte zu hören bekommen. Darüber hinaus geht die Freude über das Wissen, dass die christlichen Studenten nicht verloren sind, sondern friedlich bei ihrem Schöpfer ruhen, den sie so sehr liebten. Einige von ihnen hatten an jenem tragischen Tag im Gebetstreffen sein Angesicht aufsuchen wollen.“ Eine Woche nach dem Terroranschlag erinnert FOCUS Kenya in Nairobi im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes an die Opfer der Bluttat.

Nach SMD-Angaben kümmern sich derzeit alle hauptamtlichen Mitarbeiter von FOCUS Kenya um die überlebenden Studenten und leisten Notfallseelsorge. Die Organisation hat nach eigener Aussage ihre Räumlichkeiten in Nairobi den Verwandten der Opfer als Unterkunft zur Verfügung gestellt. In der Hauptstadt werden zur Zeit noch die Opfer des Anschlages identifiziert.

900 Studenten beten auf Osterkonferenz

Mit Entsetzen und Trauer haben auch christliche Studenten in Deutschland auf das Attentat reagiert. Auf der SMD-Osterkonferenz „studikon“ in Baunatal bei Kassel beteten die rund 900 Teilnehmer für ihre Glaubensgeschwister in Kenia und für Frieden in den Konfliktregionen der Welt. Der Vorsitzende der SMD, Paul-Gerhard Reinhard, erklärte auf Anfrage von pro: „Die ersten Nachrichten vom Anschlag machten uns bereits betroffen. Als wir dann hörten, dass es sich um eine Studentengruppe von FOCUS Kenya handelte, mit der wir über unseren weltweiten Dachverband IFES verbunden sind, rückte das Geschehen nochmals deutlich näher und macht sprachlos.“ Nach Angaben von Reinhard beteiligt sich die SMD an den Hilfsmaßnahmen der weltweiten „International Fellowship of Evangelical Students“ (IFES), die einen Sonderfonds für FOCUS Kenya eingerichtet hat.

Bei einem früheren Anschlag hatte der zuständige Regionalsekretär der IFES für das englischsprachige Afrika, Gideon Para-Mallam, auf die Bedrohung durch islamistischen Terror hingwiesen: „Terrorgruppen sowohl in Kenia als auch in Nigeria haben unmissverständlich klargemacht, dass sie islamische Gottesstaaten errichten und die Scharia einführen wollen.“

Die SMD ist ein Netzwerk von Christen in Schule, Hochschule und Beruf und hat ihren Sitz in Marburg. Die Organisation ist Mitglied der Diakonie Deutschland der Evangelischen Kirche. International ist die SMD über den Dachverband IFES mit etwa 160 nationalen christlichen Studentenbewegungen verbunden. (pro)