BVerfG – das dritte Geschlecht …

ANLASS

2016 reichte Vanja (26 Jahre, intersexuell), Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Es ging um die Anerkennung eines „dritten Geschlechts“. Am 10.10.2017 war er/sie erfolgreich nachdem sein/ihr Antrag in den vorherigen Instanzen immer abgelehnt worden war.

Hintergrund: Seit 2007 galt in Deutschland dass das „Personenstandsgesetz“ (PStG) im § 22 unter der Überschrift „Fehlende Angabe“ verfügte, dass, – wenn bei der Geburt einem Kind kein eindeutiges Geschlecht zugeordnet werden „konnte“ (!) – neben dem männlichen / weiblichen Geschlecht auch eine neutrale Geschlechtsangabe gewählt werden konnte:

(3) Kann das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstandsfall ohne eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen. (PStG, § 22, Nr.3)

FAKTEN

Der sehr kleine betroffene Personenkreis [1], der aus biologischen Gründen weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen war, etwa weil beide Geschlechtsmerkmale (zum Teil) ausgebildet sind, konnte durch diese Regelung die Frage des Geschlechtes bei der Geburtsurkunde offenlassen, oder das Kind später einem der beiden Geschlechter zuordnen.

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cvmd – Vorschau 2018

Kaum ist das „Reformations-Event“ in München mit Vishal Mangalwadi Geschichte, hat der cvmd eine neue Veranstaltung im Rennen:

CHRISTIAN HOFREITER
WARUM LÄSST GOTT LEID ZU?

– Antworten auf eine der größten Fragen der Menschheit

23. Februar 2018, 20 Uhr
Hofbräukeller, Innere Wiener Straße  19
81667 München
Eintritt frei.

Zu Recht schreiben die Veranstalter:

Der wohl intellektuell schlagkräftigste und persönlich zutiefst empfundene Einwand gegen monotheistische Religionen ist das Argument, dass ein allmächtiger, allwissender, liebender Gott unmöglich so viel verheerendes Leid in der Welt zulassen könne.

Der Vortrag von Dr. Christian Hofreiter (Direktor des Zacharias Instituts für Wissenschaft, Kultur und Glaube, Wien) will diesen Einwand nicht nur philosophisch-theoretisch erörtern …

Die „Ehe für alle“ ist gar nicht für alle …

Heribert Prantl at his best … 03.11 Minuten Kabaret …

Heribert_Prantl_2008_(aka).jpg
Heribert Prantl, deutscher Jurist, Journalist und Publizist, 2008 (wikipedia), free to share

 

Heribert Prantl hat zugeschlagen:

  • unter Verweis auf seinen Dr.-Vater Dieter Schwab referiert er darüber, dass das neue BGB mit seinem „Ehe für alle“ nicht so recht passen will …
  • er stellt fest: „Ehe für alle“ ist gar nicht für alle: denn es fehlen die ca. 100.000 „Intersexuellen“ oder „Diversen“, da das neue Gesetz sagt:„Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen“

Dies ist, so Prantl in Zustimmung zu Schwab, „ein untragbarer Zustand“, da das Gesetz zwingend nach einem „Mann“ oder „Frau“ verlange; das aber sei seit 2013 (Personenstandsgesetz) so nicht mehr möglich – da habe der Gesetzgeber seine eigenen Gesetze noch nicht konsequent zur Kenntnis genommen.

Vielmehr seien folgende Konstellationen zwingend darzustellen:

Ehe gelte zwischen …

  • Mann und Frau
  • Frau und Frau
  • Mann und Mann
  • Intersexuell und Mann
  • Intersexuell und Frau
  • Intersexuell und Intersexuell, …

… erst dann wäre die Änderung des BGB gem. dem seit 2013 geltenden Personenstandsgesetz „konsequent“ umgesetzt!

Zitat: „Um heiraten zu dürfen, muss man eindeutig entweder Mann oder Frau sein. Das ist ungerecht und inkonsequent.“


„Bis 2013 konnte in Deutschland in das Geburtenregister nur „männlich“ oder „weiblich“ eingetragen werden. Diesen Zwang zur Festlegung des Geschlechts wertete der Deutsche Ethikrat als einen nicht zu rechtfertigenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht und das Recht auf Gleichbehandlung Intersexueller gem. Art. 3 Abs. 3 des Grundgesetzes.

Mit Wirkung zum 1. November 2013 änderte daraufhin der Deutsche Bundestag § 22 Abs. 3 des PStG. „Kann das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden, so ist der Personenstandsfall seitdem ohne eine solche Angabe in das Geburtenregister einzutragen.“

Die Eintragung eines Intersexuellen im Geburtenregister als „inter“ oder „divers“ lässt das Gesetz hingegen nicht zu.“

Interview zur Arbeit des cvmd

Der cvmd veranstaltet in München apologetische Veranstaltungen (cvmd.eu), die Arguemente für die Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens darlegen sollen:

  • im Oktober 2015 wurden z.B. vom cvmd Vorträge von Dr. William Lane Craig in München angeboten
  • dazu wurde im Nachgang ein Interview mit dem privaten Sender „Radio Horeb“ (horeb.org) über die Zielsetzung des cvmd’s aufgezeichnet, dass  mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht werden darf:
  • https://www.dropbox.com/s/0ki4t43cs7l3shd/Radio%20Horeb%20Interview.mp3?dl=0

 

Am 31.10.2017 (Reformationstag 500 Jahre) wird Dr. Vishal Mangalwadi – wie schon zuvor die Debatte Beckermann / Craig (2015) – in der Alten Kongreßhalle sprechen:20171031_vishal-m

 

#ehefueralle

Ron Kubsch hat am 27.06.2017 im TheoBlog unter dem Titel „Die Einrichtung der Ehe“ ein interessantes Zitat „aus aktuellem Anlass“ gebracht.

Otto Piper (Die Geschlechter, 1954, S. 186–189):

Die Ehe ist eine auf Geschlechtlichkeit beruhende gegenseitige Bindung von Mann und Frau für Lebenszeit. Woher kommt diese dauernde Bindung? Offenbar nicht aus dem geschlechtlichen Verlangen, denn das ist schweifend. Der Ursprung der Ehe ist vielmehr in der Problematik der Geschlechtlichkeit zu suchen. Der vorläufige Charakter der Geschlechtlichkeit, der es nicht zu einer letzten Erfüllung des Lebenssinnes kommen läßt, hat offenbar zur Schaffung der Ehe als einer gesellschaftlichen Einrichtung geführt. Es ist romantische Träumerei, die Einrichtung der Ehe irgendwie auf die geschlechtliche oder persönliche Liebe zurückführen zu wollen, so als hätten die Menschen die Ehe zur sozialen Einrichtung erhoben, weil sie den Wunsch gehabt hätten, einander das ganze Leben lang ihre Liebe zu zeigen. Die förmliche Bundesschließung birgt vielmehr immer auch ein Element des Mißtrauens: man will den anderen Teil binden, damit er auch gegen seinen Willen bei einem bleibe. Gerade von der Erosliebe her wird die Ehe bedroht und unter Umständen aufgelöst. F. W. Schlegel hat mit sicherem Blicke entdeckt, daß diese Liebe, gerade wenn sie echt sein will, treulos sein muß. Denn in ihr liebt man ja nicht die Person des anderen, sondern nur seine leibliche Gegenwart. Da nun jeder Mensch infolge seiner Eigenart begrenzt ist und nur einzelne Seiten der Menschennatur darstellt, wird solche Liebe immer von einem Menschen zum anderen schweben, weil die Gegenwart des ersten Partners auf die Dauer langweilig wird oder einen nicht mehr befriedigt.

In der lutherischen Ethik wird die Ehe im allgemeinen direkt auf die Schöpfung zurückgeführt und daher als eine Schöpfungsordnung angesehen. Als Beweisstellen werden gewöhnlich 1. Mose 2,24 und Mtth. 19,4-5 angegeben. Aber die Art, wie Jesus die alttestamentliche Stelle benutzt, macht die hier vorliegende Zweideutigkeit im Begriff der Ordnung deutlich. Die gegenseitige Zuordnung der Geschlechter, wie Jesus sie versteht, ist nicht eine Sollensordnung, geschweige eine Zwangsordnung. Jesus weist nach, daß die Entsprechung der Geschlechter eine Grundtatsache der Schöpfung ist und daß Ehrfurcht vor dem göttlichen Wirken die Menschen veranlassen sollte, diese Zusammengehörigkeit nicht zu zerstören.

Weiterlesen #ehefueralle

Hauptkonferenz W+ W, 2017

logoHauptkonferenz Wort + Wissen, 19.-21. Mai 2017

Liebe Wort und Wissen-Freunde,

wir laden Sie herzlich ein zur Hauptkonferenz 19.-21. Mai 2017, in Rehe / Westerwald. – Themen:

  • Dr. Peter van der Veen: Doch kein Märchen – Neue (und alte!) Entdeckungen bestätigen das Alte Testament
  • Winfried Borlinghaus: Bienen – staunenswerte Geschöpfe mit Köpfchen
  • Prof. Dr. Edith Düsing: Grundtypen des Atheismus im Licht der Bibel
  • Gottesdienst, Predigt Michael Kotsch: Paulus in Athen. Biblische Wahrheit in einer fremdreligiösen Welt
  • Drei Wahlseminare
  • Extraprogramme für Kinder und Jugendliche, Sonderpreise für Familien
  • Weitere Infos, Preise, Anmeldung: http://www.wort-und-wissen.de/konferenzen.html
  • Flyer
- Evolution - noch immer in der Krise (Buchbesprechung)
- Geniale Brautwerbung beim Kugelfisch
--> Helfer für Christustags-Konferenzen gesucht

 

TheoBlog: Gott tanzt nach dem Essen

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Vor neun Jahren sorgte das Buch „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ von William Paul Young für Furore (vgl. hier). Obwohl Young in seinem letzten Buch Lügen über Gott, die wir glauben völlig unverblümt seine falschen Lehren über Gott und den Menschen präsentiert hat, wird „Die Hütte“ nach wie vor als christliches Buch vermarktet.

Um ein Beispiel für Youngs unchristliche Sichtweisen anzuführen: Nach ihm musste Jesus nicht am Kreuz von Golgatha sterben, um Sünde zu tragen und Rebellen mit Gott zu versöhnen (wie beispielsweise Römer 8,32 sagt: „Er [Gott, vgl. V. 31], der seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“; vgl. Joh 3,13–15). Wer so über Gott denke, meint Young, verehre einen „kosmischen Missbrauchstäter“ (Brian McLaren lässt grüßen). Das Kreuz ist für William Paul Young vielmehr die bildhafte Manifestation unserer menschlichen Bindungen an die Finsternis, der letzte Aufstand gegen die Liebe Gottes (Belege nachzulesen in der hilfreichen Rezension von Tim Challis).

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Der neue Craig ist da …

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Pünktlich zum Vortrag heute abend, bringt der cvmd – Christliche Veranstaltungs- und Mediendienst (www.cvmd.eu) sein drittes Produkt heraus:

  • William Lane Craig,
    theo:logisch: Warum der christliche Glaube vernünftig ist
  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: cvmd (1. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3981772911
  • ISBN-13: 978-3981772913
  • Größe: 21 x 14 x 2 cm
  • Preis: 14,90 EUR
  • Lieferbar: ab 17.02.2017

Bestellmöglichkeit:

Leseprobe: theologisch_leseprobe-2

Aus dem Pressetext des Verlags:

Auch nach Jahrtausenden wird die Frage nach Gott immer noch heiß diskutiert, zumeist von streng Religiösen einerseits und ebenso strengen Materialisten andererseits.

Leider kommen sich dabei die Vertreter der unterschiedlichen Positionen aufgrund ihrer Polarisierung oft nicht näher. Viel zu selten wird die Gottesfrage rein anhand der Logik betrachtet.

Insofern ist theo:logisch ungewöhnlich, ermöglicht es doch einen ganz anderen Blick auf die Gottesfrage – im Licht der Vernunft.

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Die „Philosophie“ von L’Abri

Quelle: http://theoblog.de/d-keyes-die-philosophie-von-labri/29472/

LAbri.jpgBisher habe ich keine so gute Einführung in die „Philosophie“ von L’Abri gehört wie die von Dick Keyes. Keyes sprach 1984 auf einer Konferenz in Knoxville (USA) über fünf Hauptideen der von Francis und Edith Schaeffer gegründeten Studiengemeinschaft. Diejenigen, die die Theologie des Niederländers Abraham Kuyper schätzen, werden sofort wissen, um was es geht. Für andere wird allerlei befremdlich klingen.

Ich selbst habe 1982 angefangen, Bücher von Francis Schaeffer zu lesen. Damals haben sie mir geholfen, mein Denken erneuern zu lassen und mein Christusvertrauen zu festigen. Wenn ich nun, 35 Jahre später, diesen Vortrag höre, denke ich: Wir brauchen diese Sichtweisen mehr als wir sie schon damals brauchten  (den Vortrag sollte m.E. jemand transkribieren und übersetzen). Hören wir mal auf ein Zitat von Schaeffer aus dem Jahr 1968 (Gott ist keine Illusion, 1974 (1968), S. 8):

Die Tragik unserer heutigen Situation liegt darin, dass die neue Einstellung zur Wahrheit Männer und Frauen in ihren Lebensgrundlagen erschüttert hat, ohne dass sie sich jemals Rechenschaft über den neuen Kurs gegeben haben. Die jungen Menschen werden zunächst im Rahmen des alten Wahrheitsverständnisses erzogen. Dann geraten sie unter den Einfluss der modernen Auffassung. Mit der Zeit werden sie unsicher, weil sie die ihnen vorgelegte Alternative nicht durchschauen. Diese Unsicherheit führt zu Verwirrung und bald zu einem inneren Zerbruch — unglücklicherweise nicht nur bei jungen Menschen, sondern auch bei vielen Pfarrern, Lehrern, Evangelisten und Missionaren.

Wie aktuell! Ich möchte hinzufügen: Wir sind inzwischen viel weiter. Etliche Leute, die ich treffe, haben das „alte Wahrheitsverständnis“ gar nicht mehr kennengelernt.

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