Zitat: Horatius Bonar

Horatius BonarVor vielen Jahren (1993/94) habe ich in einem amerkanischen Gottesdienst dieses Lied von Horatius Bonar (1808-1898, Free Chruch of Scotland) gehört. Das Lied hatte mich – trotz seines Alters – damals sehr angesprochen, so dass ich eine deutsche Übersetzung der ersten Strophe versucht habe:

No blood, no altar now, The sacrifice is o’er!
No flame, no smoke ascends on high,
The lamb is slain no more,
But richer blood has flowed from nobler veins,
To purge the soul from guilt, and cleanse the reddest stains.

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Zitat: M. Henry

Der Gott Israels, der Erlöser,

ist zuweilen ein Gott, der sich verbirgt,

aber niemals ein Gott, der nicht da ist.

Er hüllt sich manchmal in Dunkelheit,

aber er ist nie fern von uns.

Matthew Henry

Gefunden in: Ronald Dunn: „Wenn Gott schweigt“(Seite 13)

Gott schweigt

Zitat der Woche: C.S. Lewis über Dialektik in der Gesellschaft

Das Spiel besteht darin, alle mit Feuerlöschern umherjagen zu lassen, wenn in Wirklichkeit eine Überschwemmung hereinbricht, oder alle auf jene Seite des Schiffes drängen zu heissen, die schon Dollbord unter Wasser ist. So machen wir es ‚modern‘, die Gefahren des Schwärmertums in dem Augenblick herauszustreichen, wenn alle in Wirklichkeit weltlich und gleichgültig werden.

Ein Jahrhundert später, wenn wir aus allen von Gefühlen berauschte Romantiker gemacht haben, richtet sich der moderne Entrüstungsschrei gegen die Gefahr des bloss ‚Verstandesmässigen‘. Zeiten der Grausamkeit warnen wir vor Sentimentalität, Zeiten der Weichlichkeit und des Müssigganges vor bürgerlicher Ehrbarkeit, Perioden der Geilheit vor Puritanismus.

– C. S. Lewis, Dienstanweisung an einen Unterteufel (110), gefunden auf der FB-Seite von Hanniel Strebel

J.N. Darby: der Mitbegründer der „Brüderbewegung“ als Dichter …

Neben dem Abendlied von M. Claudius habe ich unseren Kindern, wenn Sie als Kleinkinder nachts nicht schlafen konnten und im „Fliegergriff“ (auf dem Arm liegend) getragen werden mussten, oft dieses „Wüsten-Lied“ in leicht „gerappter Form“ vorgesungen und mit ihnen „getanzt“ …

Wo nichts ich seh‘ als eine Wüste,
Ein ödes Land, wo Dürre wohnt,
Ein Meer von Sand, wo keine Küste,
Nicht Frucht noch Quell den Pilger lohnt,
Will Gott aus frischem Quell mich laben
Mit Lebenswasser, hell und klar.
Aus Fluten, die kein Ende haben,
Reicht Er mir stets Erquickung dar.

Gott selbst will mir den Weg bezeichnen,
Sein Licht umstrahlt die Schritte mir.
Er kann sich selber nicht verleugnen,
Ich geh‘ mit Ihm – Er geht mit mir.
Sein reicher Segen fließt verborgen,
Und nimmer geh‘ ich kärglich aus,
Er leitet mich zu ew’gem Morgen,
Er führt mich heim ins Vaterhaus.

Zu Kana’ns heißersehnter Wohnung
Führt Gottes Liebe meinen Fuß,
Dort zu der sicheren Belohnung,
Wo auf Entbehrung folgt Genuß,
Wo im Triumphgesang von allen,
Die einst getragen Christi Schmach,
In Zion heil’ge Lieder schallen,
Von Kummer fern und Weh und Ach.

Dort, in den Höfen voller Segen,
Wo aus der Fremd‘ ich kehre ein,
Kommt mir kein fremder Gott entgegen,
Denn Er ist Gott und Vater mein.
Die Liebe, die mich dort begrüßet,
Die mich umgibt mit Herrlichkeit,
Hat mir die Wüste schon versüßet,
Hat mich erquickt in dieser Zeit.

John Nelson Darby 1800-1882,
deutsch nach Julius Anton von Poseck 1816-1896

Martin Luther: Das soll mein Glaube sein …

Der bekannte Reformator sagt es so:

Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen.

Wenn ich nicht glauben darf, daß Gott mir um Christi willen dieses täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so ist’s aus mit mir. Ich muß verzweifeln.

Aber das laß ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich hängen, das tu ich nicht. Ich hänge mich an den Hals oder Fuß Christi wie die Sünderin. Wenn ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest.

Dann spricht Christus zum Vater: „Dieses Anhängsel muß auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle Deine Gebote übertreten. Vater, aber er hängt sich an mich. Was soll’s, ich starb auch für ihn. Laß ihn durchschlupfen!“

Das soll mein Glaube sein.

Auch wenn das für die „Schule der Heiligung“ noch nicht die ganze Lehre der Schrift darstellt, so ist es doch ein gut Ding um damit zu starten …

C.S. Lewis: der bekannte, christliche Denker des 20. Jhdt.

Wenige Schriftsteller haben mich so geprägt, wie C.S. Lewis, den ich als „Zivi“ *)  im Rahmen meiner Dienstfahrten nach Haiger (Hessen) kurz vor Weihnachten 1983 auf einem Büchertisch in der dortigen „Fußgängerzone“ entdeckte.

Seid nunmehr über 30 Jahren begleiten mich seine Bücher und Gedanken. Hier einige Zitate von ihm:

  • Wer Christ werden will, der sei gewarnt: Er lässt sich da auf etwas ein, das den ganzen Menschen fordert, und dazu gehört auch der Verstand und alles andere.
  • Wir sind halbherzige Kreaturen, die mit Trunkenheit, Promiskuität und Ehrgeiz herumspielen, wo uns doch unendliche Freude angeboten wird, wie ein unverständiges Kind hinausgehen will, um Sandkuchen zu backen in einer schlammigen Erdmulde, weil es nicht weiß, was es bedeutet, dass man es für einen Ausflug an den Meeresstrand mitnehmen möchte. Wir sind viel zu schnell zufrieden zu stellen.
  • Am Ende werden nur zwei Gruppen von Menschen vor Gott stehen – jene, die zu Gott sagen: „Dein Wille geschehe“, und jene, zu denen Gott sagt: „Dein Wille geschehe“. Alle, die in der Hölle sind, haben sie sich erwählt.
  • Der eine Grundsatz der Hölle lautet: Ich gehöre mir selbst.
  • Der christliche Glaube spricht überhaupt nicht von einer menschlichen Suche nach Gott, sondern von dem, was Gott für den Menschen getan hat.
  • Der Mückenschwarm von belangloser Sorge und Entscheidungen um den Verlauf der nächsten Stunde hat mein Gebet häufiger gestört als irgendeine Leidenschaft oder Lust.
  • Die Freude ist eine erst zu nehmende Angelegenheit des Himmels.
  • Die Waffen niederzulegen sich zu ergeben, zu sagen, dass es einem Leid tut, zu erkennen, dass man auf dem falschen Dampfer war, und die Bereitschaft, sein Leben von den Grundfesten auf neu zu beginnen – ist die einzige Möglichkeit, aus der dunklen Höhle herauszukommen.
  • Es ist nicht die Menschheit im Abstrakten, die das Heil empfangen soll, sondern du. Es sind deine Augen, die Ihn sehen sollen.
  • Ein hartes Herz ist ein unfehlbarer Schutz vor einem weichen Hirn.
  • Es gibt keine gewöhnlichen Menschen. Es sind Unsterbliche, mit denen wir scherzen, arbeiten, verheiratet sind, die wir kurz abfertigen und ausbeuten.
  • Gott flüstert in unseren Freuden, er spricht in unserem Gewissen; in unseren Schmerzen aber ruft er laut. Sie sind sein Megafon, eine taube Welt aufzuwecken.
  • Gott hat Raum für Menschen mit sehr kleinem Verstand. Aber er möchte, dass jeder den Verstand gebraucht, den er hat. Gott mag intellektuelle Faulpelze genauso wenig wie alle anderen Faulpelze.
  • Gott liebt uns nicht, weil wir liebenswert sind, sondern weil er die Liebe ist.
  • Ich glaube an Christus, so wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist, nicht nur weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles andere sehen kann.
  • Kein Mensch kennt das Ausmaß seiner eigenen Schlechtigkeit, solange er nicht ernstlich versucht hat, gut zu sein.
  • Lieben heißt verletzlich sein. Liebe irgendetwas, und es wird dir bestimmt zu Herzen gehen oder gar das Herz brechen.
  • Es gibt nur einen Ort außer dem Himmel, wo wir vor den Gefahren und Wirrungen der Liebe vollkommen sicher sind: die Hölle.
  • Strecke dich nach dem Himmel aus und du wirst auch die Erde bekommen, aber strecke dich nach der Erde aus und du wirst keins von beiden bekommen.
  • Bis zur Auferstehung kommt für uns noch immer das Kreuz vor der Krone, und morgen ist Montag.
  • Alles was nicht ewig ist, ist auf ewig veraltet.
  • Wer alles durchschaut, sieht nichts mehr.

Link: http://www.evangeliums.net/zitate/clive_staples_lewis.htm

Nicht, dass alles was er gesagt hat meine Zustimmung findet. Aber tatsächlich war er neben Francis Schaeffer, E.A. Wilder-Smith die dritte lterarische Person, die einen widerborstigen Jugendlichen ermutigte, das christliche Erbe seiner Vorfahren zu heben …

*) damals mussten junge Männer aufgrund der „allgemeinen Wehrpflicht“ zum „Bund“ (Wehrdienst bei der Bundeswehr), oder alternativ einen „Wehrersatzdienst“ ableisten (= Zivildienst / „Zivi“), der zu meiner Zeit 3 Monate länger als der W15-er dauerte (nämlich 18 Monate) … – tja der Russ‘ stand damals noch vor der Haustür … – oft fuhr ich im Morgengrauen über den Westerwald an den zur Probe aufgestellten Abwehrrakten am militärischen Teil des Siegerlandflughafens vorbei (heute ist da ein Gewerbegebiet …)!

Blaise Pascal: der bekannte, französische Mathematiker des 17. Jhdt.

Zitat

Weder darf der Mensch glauben, er gleiche den Tieren noch er gleiche den Engeln,
noch darf er in Unkenntnis über dieses und jenes sein,
sondern er muss dieses und jenes wissen. (153)

Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will,
dass, wer den Engel will, das Tier macht. (154)

Blaise Pascal (Pensées)

Blaise Pascal (* 19. Juni 1623 in Clermont-Ferrand; † 19. August 1662 in Paris) war ein französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph.